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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Juli 2017

Turmbergbahn: Anschluss an die Tram?

BELIEBT: Die Turmbergbahn soll saniert werden. Foto: VBK

BELIEBT: Die Turmbergbahn soll saniert werden. Foto: VBK

 

Varianten vorgestellt

Mit der Bahn von der Endstation „Durlach Turmberg“ bis unter den Turmbergturm fahren? Davon träumen viele. Auch die privaten Investoren, die vor 125 Jahren die heute älteste deutsche noch im Betrieb befindliche Standseilbahn konzipiert und erbaut haben.

Alleine, das Geld hat wohl seinerzeit gefehlt, um ganz nach unten bauen zu können. Immerhin gibt es auf der Bergbahnstraße eine Freihaltetrasse. Freilich wäre eine Verlängerung bis zur Grötzinger Straße für die Anwohner der Trasse eher ein Alptraum. Das wurde am Dienstagabend in der Karlsburg deutlich, als der VBK-Prokurist Christian Högelmeier und der auf Bergbahnen spezialisierte Bayerische Ingenieur Arno Schweiger Ergebnisse einer Studie Schweigers vorstellten.

Die Turmbergbahn verliert mit dem Ablauf des Jahres 2019 ihre Betriebserlaubnis und muss aufwendig saniert werden, um wieder eine Lizenz zu bekommen. „Betriebswirtschaftlich“, so Högelmeier, „wäre es am vernünftigsten, die Bahn stillzulegen. Das wollen wir aber in keinem Fall.“ Schweigers Varianten gingen von Sanierung der bestehenden Bahn über einen Tunnel oder einen Viadukt von der Tramendhalte zur Bergstation bis hin zu zwei Varianten einer Luftseilbahn. Weiter verfolgen, so Schweiger und Högelmeier, will man drei Varianten. Von dem Ausbau der bestehenden Bahn über einen Anschluss an diese mittels einer kleinen Kabinenbahn längs der Bergbahnstraße bis zum kompletten Neubau einer Standseilbahn von ganz unten nach ganz oben.

Dies hätte unter anderem den – auch förderfähigen – Vorteil des direkten Anschlusses an den ÖPNV. Für Geld vom Land muss dies gewährleistet sein. Damit wäre diese Variante sogar günstiger als die Sanierung im Bestand. Die Bahn würde vollautomatisiert laufen und von der Betriebsleitstelle der VBK geführt. Die Trasse könnte aber von Autos nicht mehr gequert werden.

Der VBK-Aufsichtsrat entscheidet im November, für welche Variante weitere Planungsschritte eingeleitet werden sollen. -erg-

 
 

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