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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Januar 2017

Gemeinderat: Wohnen über Supermarktflächen

Bei der Suche nach neuen, für eine Wohnbebauung nutzbaren Flächen ist die Verwaltung bereits „mit großem Einsatz“ dabei, die Möglichkeiten der Überbaubarkeit von Discounter- und Supermarktflächen einschließlich der dazugehörenden Parkflächen zu überprüfen. Diese Information der Stadtverwaltung zu einem Antrag der KULT-Fraktion wurde im Gemeinderat durchweg sehr begrüßt.

„Es ist gut zu hören, dass sich die zuständigen Ämter schon länger mit dem Thema beschäftigen. Wenn es von Stadtplanungsamt und dem Baubürgermeister gewollt ist, gibt das dem Ganzen doch noch etwas mehr Nachdruck“, freute sich Lüppo Cramer (KULT) über „die gute Antwort“. Unterstützung der Eigentümer für die städtischen Bemühungen erwartet dabei der CDU-Fraktionsvorsitzende Tilman Pfannkuch angesichts einer „Interessensparallelität mit den Investoren“ bei der Suche nach Flächen. „Gute Beispiele gibt es bereits neben dem Tivoli auch am Badenia- und am Weinbrennerplatz.

Der Druck ist derzeit noch nicht ganz so hoch, man sollte aber auch Gelegenheiten in Gewerbegebieten, wie etwa dem Husarenlager mit einbeziehen“, empfahl Michael Zeh (SPD). Istvan Pinter (GRÜNE) wies auf die Notwendigkeit hin, die „Kombibauten, die entstehen“ auch zu begrünen. „Bei einem Zuwachs von jährlich 1.000 Leuten werden wir die nächsten Jahre getrieben werden, jede bebaubare Flächen zu suchen und neue Ideen zu entwickeln, um das drängendste Problem, das Schaffen von Wohnraum lösen zu können“, stellte FDP-Stadtrat Thomas H. Hock fest. „Bei der Erschließung von neuen Gewerbeflächen müssen wir auch prüfen, ob darüber eine Nutzung für Wohnen zusätzlich möglich ist“, äußerte sich ebenso Jürgen Wenzel (FW). Nachdem OB Mentrup der Debatte „Zustimmung für ein gemeinsames Voranschreiten“ entnehmen konnte, wurde auf eine Abstimmung über den KULT-Antrag verzichtet. -fis-  

 
 

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