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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Januar 2017

Rettungsleitstelle: Lasttest für den Echtbetrieb

ERNSTFALL GEPROBT: Die Integrierte Feuerwehr- und Rettungsleitstelle funktioniert, davon haben sich die Betreiberinstitutionen überzeugt. Foto: MMG

ERNSTFALL GEPROBT: Die Integrierte Feuerwehr- und Rettungsleitstelle funktioniert, davon haben sich die Betreiberinstitutionen überzeugt. Foto: MMG

 

Notrufe im Sekundentakt erzeugen so gut wie keinen Stress / Integrierte Feuerwehr- und Rettungszentrale besteht Probe / Umzug für März geplant

Auf der Ludwig-Erhard-Allee bläst sich ein Rettungswagen des ASB mit seinen Fanfaren den Weg zu seinem Einsatzort frei. Der Auftrag dazu hätte von Ralf Kunzmann kommen können, obwohl er nicht von einer Rettungsorganisationen kommt, sondern Feuerwehrmann ist.

Er ist einer von 59 Mitarbeitern der neuen Integrierten Leitstelle an der Zimmerstraße, die Mitte März ihren Betrieb aufnehmen soll. Vorher aber müssen die 30 Bediensteten des Rettungsdienstes und 29 der Feuerwehren den Echteinsatz üben. So wie letzte Woche bei einem so genannten Lasttest.

Im gesamten Stadt- und Landkreis Karlsruhe waren Helfer unterwegs und setzten über virtuell geschaltete Leitungen Notrufe ab. Bei Ralf Kaufmann wie bei seinen Kollegen sind im Sekundentakt Anrufe von Menschen „in Not“ eingegangen und sie mussten die Einsätze so disponieren, dass optimal geholfen werden konnte. Ein Anrufer etwa hat Rauchentwicklung aus einer Wohnung in der Ettlinger Goethestraße gemeldet.

Nach zwei Nachfragen konnte Kaufmann die Feuerwehr losschicken. Nächster Anruf wenige Sekunden später: Die Oma ist in der Mannheimer Straße zusammengebrochen. Ruhig nachgefragt, ergab sich die Mannheimer Straße in Graben-Neudorf. „Notarzt und Rettungswagen sind in drei Minuten da“, konnte Kaufmann beruhigen. Der nächste Anruf galt wieder Ettlingen, nochmals einem Feuer. In der Zehntwiesenstraße sollte ein Auto brennen. Während er in Erfahrung brachte, dass es sich nicht um einen Unfall handelt und keine Menschen an Bord sind, war die Feuerwehr bereits alarmiert.

Den ohnehin geplanten Lasttest beobachteten Bürgermeister Klaus Stapf, der stellvertretende Landrat Knut Bühler und DRK-Kreisgeschäftsführer Jörg Biermann als Vertreter der drei Institutionen, die die Integrierte Leitstelle betreiben. Sie zeigten sich vor Journalisten erfreut, dass die Beschäftigten zu einer Einheit zusammengewachsen sind – für die Sicherheit der Bevölkerung, die auch technisch ab März optimal gewährleistet ist.

Die gemeinsame Feuerwehrleitstelle der Stadt und des Landkreises soll am 14. März umziehen, die Rettungsleitstelle am 21. März. Bis dahin beheben Leitstellen-Leiter Stefan Sebold und seine Kollegen beim Lasttest festgestellte Defizite, damit künftig alles möglichst fehlerfrei abläuft. -erg-

 
 

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