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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Januar 2017

Schulbau: Freiere Schloss-Schule

Erweiterung stärkt eigene Identität und die Karlsburg

Schulen sind längst mehr als Lernort, vor allem im Ganztagsbetrieb. Durlachs Selbstbewusstsein manifestiert sich auch in der Strahlkraft der Karlsburg. Beide Leitideen beflügelt die Schloss-Schule zu Beginn des nächsten Jahrzehnts, wenn ihre die steigende Nachfrage abdeckende Erweiterung mit Ganztageseinrichtung realisiert sein wird.

Den Planungswettbewerb gewann das fränkische Architekturbüro Heid + Heid als einstimmig erster Preisträger. Das verkündete Bürgermeister Michael Obert am Montag gern, und er betonte die besondere lokale Herausforderung als gut gelöst.

Die Fürther sind vertraut durch ihre laufende Modernisierung der Heinrich-Hertz-Schule. Ihr Konzept zur Schloss-Schule überzeugte „durch einen sehr respektvollen Umgang mit dem historischen Bestand“ der künftig so weitgehend freigestellten Karlsburg, heißt es in der Begründung des Preisgerichts, das vorigen Freitag 17 Wettbewerber von ursprünglich rund 120 Interessenten bewertet hatte.

Bis einschließlich Montag, 23. Januar, sind alle Entwürfe von 12 bis 18 Uhr zu besichtigen (Alter Schlachthof 11 c). Das Stuttgarter Büro Drei Architekten sowie Falk & Kremer Architekten aus Karlsruhe belegten Platz zwei und drei, Anerkennungen erhielten SWS Architekten (Karlsruhe) und Wulf Architekten (Stuttgart).

Die Leiterin des Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft, Anne Sick, sprach von einer „Bestätigung, dass es nicht immer richtig ist, das Bestehende abzureißen“. Der leicht abgeknickte Anbau unterstütze „die große Kulisse“ mit wie erwünscht besserem Blick auf die Karlsburg.

Das 1962 errichtete Hauptgebäude bleibt, wird modernisiert. Die Pavillons von 1964 weichen zugunsten der Karlsburg, während die kompakte, flexibel nutzbare Erweiterung die pädagogischen Erwartungen und nachhaltig wie wirtschaftlich das Raumprogramm (Lehr-, Lern-, Aufenthaltsbereiche, Mensa) erfüllt, mehr Hof, einen klaren Eingang schafft, und – so der wie alle Protagonisten sehr zufriedene Schulleiter Peter Springer: „Bisher waren wir das vor der Burg. Jetzt sind wir ein eigenes Gebäude.“ -mab-

 
 

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