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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. Juli 2017

Badisches Staatstheater: Mit Sorgfalt weiter voranbringen

KULTURSTADT VORANBRINGEN: Der Verwaltungsrat sprach sich für die Planungen zur Sanierung des Staatstheaters aus. Foto: Fränkle

KULTURSTADT VORANBRINGEN: Der Verwaltungsrat sprach sich für die Planungen zur Sanierung des Staatstheaters aus. Foto: Fränkle

 

Verwaltungsrat beschließt nächsten Schritt zu Sanierung des Staatstheaters

Der Verwaltungsrat des Badischen Staatstheaters (BST) hat sich in seiner Sitzung am vergangenen Freitag (21. Juli) dafür ausgesprochen, den Vorentwurf der Architekten Delugan Meissl zur Sanierung und Erweiterung des Theaters fortzuführen und mit einem projektbezogenen Kostencontrolling begleiten zu lassen.

Im Mai 2017 lagen erstmals nach der Überarbeitung des Wettbewerbsergebnisses aus dem Jahr 2014 Zahlen zu den voraussichtlichen Gesamtkosten vor. Sie bilden neben den Baukosten von 200 bis 230 Millionen Euro auch die Bauherrenrisiken, nutzerspezifische Ausgaben, die Gestaltung des Theatervorplatzes, Baupreissteigerungen sowie Kosten zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebs ab. Insgesamt ergibt sich daraus ein Kostenrahmen von 270 bis 325 Millionen Euro (Vollkosten).

Ein externes Gutachten bestätigt nun, die Kalkulation sei verlässlich, die Planung angemessen. Jetzt gehe es darum, mögliche Einsparpotentiale und Risikobewertungen zu verifizieren. „Wir sind uns einig, dass wir das Projekt mit der notwendigen Sorgfalt weiter voranbringen werden“, sagten dazu Kunstministerin Theresia Bauer, Finanzstaatssekretärin Dr. Gisela Splett und Karlsruhes OB Dr. Frank Mentrup. Auf Vorschlag der städtischen Mitglieder des Verwaltungsrats steht der Beschluss wegen vieler offener Fragen und intensiven Diskussionsbedarfs über mögliche Einsparungen unter dem Vorbehalt der Entscheidung des Gemeinderats Ende September.

Von einer „lohnenden Zukunftsinvestition“ sprach Kunstministerin Bauer. OB Mentrup betonte, die Sanierung des Badischen Staatstheaters sei kein Luxus, sondern Notwendigkeit für die Qualität der Kulturstadt Karlsruhe, die Erweiterung definiere die städteräumlichen Beziehungen an dieser Stelle neu und setze architektonische Akzente. Es gehe dabei aber auch „um akzeptable Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf und hinter der Bühne und in den Werkstätten." Das Gutachten empfiehlt, die Ansätze für die Baunebenkosten und die Risikovorsorge für Baupreis- und Bauherrenrisiken erneut zu betrachten. Außerdem sollten die Fassaden- und Dachkonstruktionen und die Proportionen der Foyerflächen mit Blick auf Einsparungen überprüft, Optimierungen in die Planung eingearbeitet und die Kostenansätze entsprechend angepasst werden. Die Planungen für die Sanierung und Erweiterung des Staatstheaters sehen einen zeitlichen Rahmen von rund zwölf Jahren vor.
-red-/-maf-

 
 

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