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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. Juli 2017

Gemeinderat: „Das Fest“-Tickets kosten künftig zehn Euro

DIE MODERATE PREISERHÖHUNG bei den Fest-Tickets sei zu verkraften, war sich die Mehrheit des Gemeinderats einig. Für Inhaber des Karlsruher Passes bleibt es bei fünf Euro. Foto: Bastian

DIE MODERATE PREISERHÖHUNG bei den Fest-Tickets sei zu verkraften, war sich die Mehrheit des Gemeinderats einig. Für Inhaber des Karlsruher Passes bleibt es bei fünf Euro. Foto: Bastian

 

Reaktion auf neue Realität / Gestiegene Sicherheitsanforderungen

„Das Fest“ ist den Karlsruhern lieb – und wird nun auch etwas teurer. Ab 2018 kosten die Tickets für den eintrittspflichtigen Hügelbereich pro Festivaltag und Person zehn statt fünf Euro. Der Gemeinderat stimmte der Erhöhung am Dienstag mehrheitlich zu.

Während das Budget für die Künstlergagen seit dem Neustart des Festivals 2010 in Regie der Event-GmbH unverändert blieb, verschlingen nicht nur gestiegene Sicherheitsanforderungen mehr Geld. Alles kostet - die Umsetzung eines Präventivkonzepts, der Abschluss einer Ausfall-Versicherung wegen Unwetters oder anderer Ereignisse sowie erhöhte Gema-Gebühren. Bislang seien Zusatzausgaben über weitere Sponsoreneinnahmen gedeckt worden, nun aber stoße man an Grenzen, argumentieren die Verantwortlichen. Mit der Verdoppelung des Preises könne der jährliche städtische Zuschuss von 140 000 Euro entfallen, die Tickets gälten als KVV-Fahrschein.

Die Gründe seien „nachvollziehbar“, der Schritt „angemessen und richtig“, erklärte dazu CDU-Stadträtin Dr. Rahsan Dogan und auch Dr. Raphael Fechler (SPD) stellte sich „den Realitäten“ und hinter die „moderate“ Erhöhung. Allerdings solle ein Konzept für mehr Teilhabe das Fest für neue Gruppen öffnen. Beim symbolischen Preis von fünf Euro solle es bleiben, warb Ekkehard Hodapp (Grüne) für den speziellen Charakter der Veranstaltung und erteilte weiterer Kommerzialisierung eine Absage. Max Braun (KULT) argumentierte ähnlich, das Defizit steigender Sicherheitskosten habe die Stadt zu begleichen. Eine „Kollektivstrafe für alle“ lehnte Thomas Hock (FDP) ab, er fürchtete den Beginn einer Preisschraube des ursprünglich als Reservierungsgebühr verklausulierten Eintritts.

Zurück zu den Fest-Wurzeln wollte auch Niko Fostiropoulos (Die Linke) und forderte wieder freien Eintritt für alle. Dr. Paul Schmidt (AfD) „trauerte den Tagen nach“, als es noch umsonst war. Käme es zur Erhöhung, müsse sich das Fest selbst tragen. Ein Großteil sei noch immer eintrittsfrei, erinnerte GfK-Stadtrat Friedemann Kalmbach, der „Spagat zwischen Professionalisierung und Atmosphäre“ sei „hervorragend“ gelöst. Auch FW-Stadtrat Jürgen Wenzel trug die Mehrheitsentscheidung mit. -maf-

 
 

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