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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. Juli 2017

Gemeinderat: Neue Strukturen für das Stadtmarketing

BEWÄHRT hat sich der KA-300-Laden beim Stadtgeburtstag. Eine solche zentrale Anlaufstelle soll nun das Stadtmarketing erhalten. Foto Fränkle

BEWÄHRT hat sich der KA-300-Laden beim Stadtgeburtstag. Eine solche zentrale Anlaufstelle soll nun das Stadtmarketing erhalten. Foto Fränkle

 

Aus drei Gesellschaften werden zwei / Koordinierungsstelle mit Referentenstatus bei OB für das strategische Marketing

Die Auflösung der Stadtmarketing Karlsruhe GmbH (StMa) brachte der Gemeinderat am Dienstag auf den Weg. Mit lediglich zwei Enthaltungen und einer Nein-Stimme wurde damit den Vorschlägen einer von OB Dr. Frank Mentrup eingesetzten Arbeitsgruppe für die Aufteilung der StMa-Aufgaben gefolgt.

Die Karlsruher Event GmbH (KEG) mit Martin Wacker an der Spitze übernimmt die Events im öffentlichen Raum wie das Projekt „Eiszeit“ und „Weihnachtsstadt“, sowie den von City-Manager Sascha Binoth geleiteten Bereich „Citymanagement und Kooperationsmarketing“. In Personalunion bleibt Binoth weiterhin Geschäftsführer der City-Initative. Zur Karlsruher Tourismus GmbH mit Geschäftsführer Klaus Hoffmann an der Spitze wechseln das Kulturmarketing sowie der Bereich „Zentrale Dienste“, während das „Wissenschaftsbüro“ zum Dezernat von Wirtschaftsbürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz hinzukommt. Das Strategische Marketing wird als „Chefsache“ mit Steuerungskreis und einer Koordinierungsstelle unmittelbar dem OB zugeordnet.

„Kein Projekt und keine erfolgreiche Kampagne geht verloren. Es gibt auch keinen Mitarbeiterabbau“, stellte OB Dr. Mentrup das Konzept vor, dessen Umsetzung vorbehaltlich rechtlicher Überprüfungen, zum 1. Januar 2018 vorgesehen ist. „Die Bündelung des Marketings für die Stadt“, begrüßte Stadtrat Dr. Albert Käuflein (CDU) und regte an, den Begriff „Marketing“ als Aufgaben der KTG und KEG auch sichtbar zu machen. „Die Reduzierung der Schnittstellen verkürzt die Kommunikationswege und ermöglicht eine bessere Handlungsfähigkeit“, sprach sich Stadträtin Sibel Habibovic (SPD) für die Trennung der Aufgabenfelder sowie die Reduzierung von Doppelstrukturen aus, wobei ein „Nachjustieren“ jederzeit noch möglich sei. „Die KTG und die KEG haben in den letzten zwei Jahren riesige Dinge bewegt“, begrüßte Stadtrat Thomas H. Hock (FDP) den ausgearbeiteten Vorschlag für die Neuregelung, einschließlich Zuordnung der strategischen Aufstellung des Marketings.

KTG und KEG zu einer GmbH zu verschmelzen, schaffe eine größere Flexibiltät im operativen Geschäft, warb Joschua Konrad für einen Änderungsantrag der GRÜNE-Fraktion. Thematisch scheint eine Vereinigung sinnvoller“, fand er dabei Unterstützung bei den Stadträten Dr. Paul Schmidt (AfD) und Michael Haug (KULT). Den Vorschlag der Verwaltung bezeichnete Haug als „drittbeste Lösung“, der zudem ein politisch besetzter Lenkungskreis fehle. Dazu erklärte OB Mentrup, man habe bewusst auf ein weiteres Gremium verzichtet, um eine klare Entscheidungsstruktur zu haben. Gegenüber dem Gemeinderat werde man jeden weiteren Schritt aufzeigen, zumal mit dem jetzt zu fassenden Grundsatzbeschluss ein weiterer Prozess in Gang gesetzt werde. Der Änderungsantrag der GRÜNE-Fraktion wurde mit 15 Ja-, 29 Nein-Stimmen und einer Enthaltung mehrheitlich abgelehnt. -fis-

 
 

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