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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. Juli 2017

Zoologischer Stadtgarten: Das Salve-Tor wird restauriert

DAS SALVE-TOR IM JAHR 1961. Leider verschwand später der namensgebende Schriftzug. Foto: Walser

DAS SALVE-TOR IM JAHR 1961. Leider verschwand später der namensgebende Schriftzug. Foto: Walser

 

Kurzfristiger Abbau des schmiedeeisernen Eingangs / Wechselvolle Geschichte des Werks von 1888 / Schriftzug abhanden gekommen

Das schmiedeeiserne Tor in der Hecke zur Wolff-Anlage im Zoologischen Stadtgarten ist verschwunden. Nicht auf Dauer, versichert das Gartenbauamt den Besuchern des Zoologischen Stadtgartens. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, das 1888 von Franz Karl Bühler geschmiedete Tor zu restaurieren.

Das Salve-Tor musste kurzfristig abgebaut werden, nachdem festgestellt wurde, dass ihm Korrosion so zugesetzt hat, dass von lockeren Teilen eine Gefährdung für Passanten ausging. Im ersten Schritt wird das Tor mit seinen Schäden dokumentiert, um darauf die Restaurierung aufzubauen. Ziel ist - in stetiger Abstimmung mit dem Denkmalamt – fehlende Ornamente entsprechend noch vorhandener Originalteile oder auch aufgrund alter Fotografien in alter Handwerkstechnik nachzuschmieden. Sofern die weitere Recherche Hinweise auf den Originalfarbton ergeben, soll auch dieser wieder hergestellt werden. Die aufwändigen Vorarbeiten sowie die eigentliche Restaurierung werden einige Monate erfordern. Frühestens im Frühjahr 2018 können sich Besucher der Wolff-Anlage wieder am alten Tor in neuem Glanz erfreuen. Dabei möchte die Stadt das Tor, das im Laufe der Zeit von den immer breiter werdenden Hecken fast überwachsen wurde, durch Rückschnitt wieder mehr ins Blickfeld rücken.

Das Tor hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich – und nicht alle Stationen der außergewöhnlichen Vergangenheit sind geklärt. Und leider sind schon wenige Jahre nach Fertigstellung der ursprünglich dreiteiligen Toranlage und wohl auch zu späterer Zeit einzelne Teile - wie der Salve-Schriftzug - abhanden gekommen. Den ersten großen Auftritt hatte das Tor 1893 auf der Weltausstellung in Chicago und wurde mit einer Medaille für Kunstschlosserei prämiert. Später kam das Tor – vermutlich ohne die beiden Seitenteile - in der Nähe des Nordeingangs des Stadtgartens zum Einsatz. Welchen Weg die beiden Seitenflügel nach der Weltausstellung genommen haben, ist nicht bekannt. Gleiches gilt für den namensgebenden Salve-Schriftzug, bei dem auch nicht belegt ist, wann er verschwunden ist. Anliegen von Gartenbauamt und Denkmalbehörde ist es, sich bei den Arbeiten möglichst am Ursprungswerk Bühlers zu orientieren. Dabei hat das Gartenbauamt die Hoffnung nicht aufgegeben, der Geschichte des Tores noch weitere Puzzleteile hinzuzufügen. Wer dabei helfen kann, wendet sich an das Gartenbauamt unter der Telefonnummer 133-6700 (E-Mail: gba@karlsruhe.de). -rie-

 
 

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