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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. August 2017

Knielingen: Endlich verbinden

HIER SOLL ES WEITERGEHEN, die Lassallestraße nicht Endstation der Linie 2 bleiben. Ab 2020 bezieht sie Knielingen 2.0 mit ein. Foto: Fränkle

HIER SOLL ES WEITERGEHEN, die Lassallestraße nicht Endstation der Linie 2 bleiben. Ab 2020 bezieht sie Knielingen 2.0 mit ein. Foto: Fränkle

ERLEICHTERT: OB, VBK-Geschäftsführung, Regierungspräsidentin. Foto: Fränkle

ERLEICHTERT: OB, VBK-Geschäftsführung, Regierungspräsidentin. Foto: Fränkle

 

Linie 2 absehbar wie lange geplant bis Knielingen Nord

Froh, mit der Verlängerung der Straßenbahnstrecke der Linie 2 gen Knielingen 2.0 „die größte Maßnahme zur Komplettierung des Nahverkehrsnetzes“ endlich absehbar verwirklichen zu können, hob Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup jüngst im Regierungspräsidium hervor: „Dies soll auch nochmal unterstreichen, dass wir nicht nur die Kombilösung im Kopf haben.“ Ein wichtiges Signal nicht zuletzt für Knielingens Bürgerinnen und Bürger sei dies.

Tatsächlich gibt es seit den Achtzigern Pläne, Knielingen Nord verkehrlich einzubinden. Zweimal intervenierten die US-Streitkräfte. Deren Abzug schuf ein schon intensiv für neuen Wohnraum genutztes Konversionsgebiet.

„Idealerweise wäre es ja so gewesen: Die Bahn ist schon da, dann kommen die Menschen“, räumte der technische Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), Ascan Egerer, beim Pressegespräch zur Übergabe des Planfeststellungsbeschlusses ein. Nun soll alles so zügig, zugleich im Sinne der Anwohnerschaft belastungsarm wie möglich vorangehen.

Mit dem Förderbescheid des Landes rechnen die Verantwortlichen die nächsten Wochen: Entscheidend für Finanzierung und Realisierung des Projekts, denn die erwartete Zusage wird rund die Hälfte der Investitionssumme von zirka zwölf Millionen Euro sichern. Dann kann die etwa halbjährige Planungsphase beginnen, der sich die Ausschreibung anschließt, sodass im Optimum etwa Herbst 2018 Baustart ist. Da zur Lärmreduktion beispielsweise nicht nachts gearbeitet wird, ist die ersehnte Inbetriebnahme Anfang 2020 im Visier.

Bislang endet die Linie 2 im Westen an der Lassallestraße, läuft der Betrieb über ein Gleiswendedreieck am Wilhelm-Trübner-Weg, versorgt nur eine Buslinie Knielingen 2.0 als ein neues Stück Heimat, das noch mehr Teil Karlsruhes und seines öffentlichen Verkehrs werden soll. Künftig gibt es vier neue barrierefreie, über Bike+Ride multimodale Haltestellen: Sudeten-, Pionierstraße, Egon-Eiermann-Allee und kurz bevor diese die Eggensteiner Straße erreicht – Knielingen Nord mit Wendeschleife, Abstellgleis. Es sollen Niederflurwagen zum Einsatz kommen.

Regierungspräsidentin Nicolette Kressl gab mit den rechtlichen Voraussetzungen gerne grünes Licht und verortete das wichtige Projekt verkehrspolitisch auch „im Einklang mit den landesplanerischen Zielen, einen möglichst attraktiven Personennahverkehr anzubieten“. -mab-

 
 

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