Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. August 2017

Stimmen aus dem Gemeinderat: CDU: Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Dr. Rahsan Dogan, CDU-Stadträtin

Dr. Rahsan Dogan, CDU-Stadträtin

 

Sanierung und Erweiterung als Zukunftschance!

Karlsruhe ist eine Stadt einem breiten Kulturangebot. Mit der Sanierung und dem Um-/Neubau des Staatstheaters und der Sanierung der Staatlichen Kunsthalle hat Karlsruhe zwei landesweite Leuchtturmprojekte in Baden-Württemberg vorzuweisen.

Mit der Staatlichen Kunsthalle hat Karlsruhe ein internationales Haus mit einem überragenden Ruf in der Kunstszene. Auch wenn das architektonisch schöne Haus einen „guten Eindruck“ macht, ist die Sanierung unumgänglich. Die Anforderungen des Brandschutzes müssen erfüllt und Barrierefreiheit gewährleistet werden. Fehlende Klimatisierung schadet den kostbaren Gemälden, die bei sommerlicher Hitze von 35 Grad Celsius schon mal abgehängt werden müssen. Auch für die Mitarbeiter müssen Bedingungen für ein angenehmes Arbeiten geschaffen werden. Bereits jetzt und nach der Sanierung erst recht stößt die Kunsthalle räumlich an ihre Grenzen. Wird eine Sonderausstellung geplant, müssen Bestandsgemälde abgehängt werden.

Das Auf- und Abhängen und Deponieren in anderen Lagerräumen birgt ein Risiko für die wertvollen Exponate. Ohne die notwendige bauliche Erweiterung wird die staatliche Kunsthalle im Vergleich zu anderen Kunsthäusern, wie in Basel, Frankfurt oder Stuttgart ins Hintertreffen geraten und an Attraktivität verlieren. Eine Sanierung des Hauses ohne eine anschließende Erweiterung wäre eine „Verschlimmbesserung“ wie die Direktorin des Kunsthalle, Prof. Pia Müller-Tamm es treffend auf den Punkt bringt. Nur mit einer sinnvollen Erweiterung hat die Staatliche Kunsthalle eine Zukunft. Wo kann sinnvoll erweitert werden?

Kunsthalle im Fokus der Öffentlichkeit

Sowohl die Karlsruher Bürgerinnen und Bürger als auch Politik steuern hierzu wertvolle Ideen bei. Die Staatliche Kunsthalle ist in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt. Diskutiert wird zum Beispiel ein Erweiterungsbau auf dem Gelände des benachbarten Amtsgerichts Karlsruhe. Nach Auskunft des baden-württembergischen Justizministers Guido Wolf MdL ist ein Auszug des Amtsgerichts aus dem bestehenden Gebäude grundsätzlich denkbar. Allerdings muss eine angemessene bauliche Alternative im Karlsruher Stadtgebiet zur Verfügung stehen, so der Minister. Hier muss sinnvoll eine Lösung für beide Häuser her. Das Amtsgericht Karlsruhe als eines der größten Amtsgerichte in Baden-Württemberg leidet schon seit Jahren unter erheblicher Raumnot und Defiziten in der Sicherheit. Die Stadtverwaltung Karlsruhe könnte die Suche nach einem adäquaten Grundstück für die Errichtung eines Justizzentrums aktiv unterstützen.

Eine Erweiterung der Kunsthalle und der Umzug des Amtsgerichts in einen Neubau würde für beide Seiten eine echte Win-win-Situation darstellen. Eine gemeinsame Lösung würde tatsächlich beiden Institutionen gleichermaßen gerecht werden. Der Ideenwettbewerb zur Sanierung und Neustrukturierung der bestehenden Kunsthalle läuft bereits. Enthalten sind darin auch Planungen zu einem Ideenwettbewerb über die grundsätzliche Möglichkeit einer Erweiterung der Kunsthalle.
Es bleibt zu hoffen, dass hier alle Beteiligten auf Landesebene und kommunaler Ebene gemeinsam eine adäquate Lösung für beide Institutionen finden – und zwar bald!

Dr. Rahsan Dogan
CDU-Stadträtin

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe