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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. August 2017

Willkommen: Feier für Neubürger im Rathaus

GLÜCKWUNSCH: OB Mentrup überreichte Jorge Angel Gonzalez Ordiano die Einbürgerungsurkunde. Foto: Fränkle

GLÜCKWUNSCH: OB Mentrup überreichte Jorge Angel Gonzalez Ordiano die Einbürgerungsurkunde. Foto: Fränkle

Für den musikalischen Rahmen sorgte das Blechbläser Quintett des Badischen Konservatoriums. Foto: Fränkle

Für den musikalischen Rahmen sorgte das Blechbläser Quintett des Badischen Konservatoriums. Foto: Fränkle

 

Migration war von Anfang an wichtig für Karlsruhe. Ohne sie gäbe es die Stadt heute nicht. Denn Karl Wilhelms Neugründung im Hardtwald brauchte Bürger. Und so sicherte der Markgraf allen Ansiedlungswilligen Vergünstigungen zu: größtmögliche Steuerfreiheit, keine Leibeigenschaft und Frondienste, dafür Religionsfreiheit und Bauplätze. Im Jahr 1720 stammten über 80 Prozent der Bürger aus Orten, die mehr als 50 Kilometer entfernt lagen, und knapp 20 Prozent kamen von außerhalb des Reichs in die neue Stadt.

Auch heute bereichern Migrantinnen und Migranten die Stadtgesellschaft. Im ersten Quartal dieses Jahres betrug der Anteil an Ausländerinnen und Ausländern in Karlsruhe 18 Prozent, rund 10 Prozent der Bürgerinnen und Bürger haben ausländische Wurzeln.

Vergangenen Mittwoch richtete die Stadt ihre 13. Einbürgerungsfeier aus. Rund 450 Neubürger, die zwischen dem 1. November 2016 und dem 31. Mai dieses Jahres die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten haben, waren ins Rathaus eingeladen worden, um diesen wichtigen Schritt zu feiern. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup hob in seiner Begrüßung den „besonderen Stellenwert der Einbürgerung“ hervor. Die Staatsbürgerschaft sei das höchste Gut, das ein Staat vergeben könne.

Er gratulierte den neuen Bürgerinnen und Bürgern im Namen von Stadt und Gemeinderat. „Sie bringen Vertrauen mit, den Glauben an das deutsche Rechtssystem, an die Demokratie“, appellierte Mentrup, sich in der Gesellschaft zu engagieren und wählen zu gehen. Die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen, war vielleicht nicht für alle Neubürger eine leichte Entscheidung, für Jorge Angel Gonzalez Ordiano war sie „ein logischer Schritt“. Der gebürtige Mexikaner, der am KIT promoviert, sprach stellvertretend für alle Neubürger ein Grußwort. Er hatte bereits in Mexiko das deutsche Abitur gemacht und sich dann hier für eine wissenschaftliche Karriere entschieden. „Deutschland ist mein Zuhause“, bekannte der junge Maschinenbau-Ingenieur. -res-

 
 

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