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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. September 2017

Nahverkehr: Bahn-Unfälle reduzieren

DEUTLICHES VERKEHRSZEICHEN: Das Andreaskreuz, unter dem Polizist Zwirner und AVG-Mann Müller (von links) stehen, gibt den Bahnen unbedingte Vorfahrt. Foto: Fränkle

DEUTLICHES VERKEHRSZEICHEN: Das Andreaskreuz, unter dem Polizist Zwirner und AVG-Mann Müller (von links) stehen, gibt den Bahnen unbedingte Vorfahrt. Foto: Fränkle

 

Kreuzungen an Herrenalber Straße besser gekennzeichnet

Während der Leiter des Referats Verkehr im Polizeipräsidium, Joachim Zwirner, und AVG-Eisenbahnbetriebsleiter Wilfried Müller erläuterten, was in den letzten Wochen an den fünf Bahnübergängen entlang der Herrenalber Straße zur Erhöhung der Verkehrssicherheit geschehen ist, musste Zwirner gleich zwei Autofahrer ermahnen. Schriftlich verwarnen und mit einem Bußgeld bedrohen konnte er sie nicht, weil er die notwendigen Unterlagen nicht dabei hatte.

Allerdings ist es am Ostendorfplatz für den von Norden kommenden Verkehr strikt verboten, nach rechts abzubiegen. Das ist dort auch deutlich gekennzeichnet, so dass Zwirner von Vorsatz ausgeht, was das Verwarnungsgeld verdoppelt hätte. Wenn es zum Unfall mit einer Stadtbahn kommt – oder auch wenn eine Bahn nur scharf abbremsen muss – sieht er einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr, der sogar mit Gefängnis geahndet werden kann.

Seit Beginn des vergangenen Jahres hat es an den fünf Bahnübergängen elf Unfälle mit vier Schwer- und zwei Leichtverletzten gegeben. Deshalb haben die Polizei und die AVG zusammen mit dem Ordnungsamt und dem Tiefbauamt die Übergänge inspiziert und Möglichkeiten erarbeitet, wie die Schwerpunkte entschärft werden könnten.

Seither sind die Verkehrsschilder „Andreaskreuz“ deutlicher zu sehen, ebenso die Abbiege­-Vorschriften. An den Kreuzungen sind außerdem Gefahrzeichen aufgestellt. „Schranken einzubauen“, meint Eisenbahnbetriebsleiter Müller, „erfordert einen zu hohen Aufwand und würde bei der dichten Zugtaktung auch zu großen Staus auf der Straße führen.“

Zwirner wie Müller appellierten an die Vernunft der Autofahrer. Freilich verheimlicht Zwirner auch nicht, dass der Polizeiposten Rüppurr bereits Schwerpunktkontrollen durchgeführt habe – mit dem Erfolg, dass die Verstöße merklich abgenommen hätten. Und er kündigte weitere Kontrollen an den fünf gefährlichen Bahnübergängen an. Falls dies notwendig sein sollte, auch mit den entsprechenden Anzeigen. -erg-

 
 

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