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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. September 2017

Tag des offenen Denkmals: Bauliche Macht und Pracht

STADTVILLEN aus den 1980er-Jahren sind  am Waldhornplatz unter dem Stichwort „Postmoderne Opulenz“ Thema. Foto: Kieser

STADTVILLEN aus den 1980er-Jahren sind am Waldhornplatz unter dem Stichwort „Postmoderne Opulenz“ Thema. Foto: Kieser

 

Am 10. September in vielen Stadtteilen über 40 Führungen, Konzerte und Filme

Um „Macht und Pracht“ dreht sich am Sonntag, 10. September, der der Tag des offenen Denkmals. Denn was in einer heute oft betongrauen, das Funktionale betonenden Umgebung die Menschen an historischen Bauten reizt, ist ihre aufwändige, auf Schönheit zielende Architektur – innen wie außen. Die allerdings war meist nicht Selbstzweck, sondern symbolisierte Macht und Bedeutung von Fürstenhäusern, Regierungen und Bürgertum, die dafür nicht selten ihre Budgets überstrapazierten.

Karlsruhe wartet dieses Jahr zwischen 9.30 und 18 Uhr mit 40 Programmpunkten auf. So geht es ab 16 Uhr ab der BLB, Erbprinzenstraße 15 zu Bauten der 1980er Jahre, um „postmodernen Opulenz“ zu studieren, etwa am Mohl´schen Kunsthallenanbau oder den Stadtvillen des Werkbundes am Waldhornplatz.  Mit Münze, Prinz-Max-Palais, Moninger und Hauptpost  stehen um 11 Uhr ab der Münze, Stephanienstraße 28a, Repräsentationsbauten von Staat und Bürgertum im Fokus, ebenso ab der evangelischen Stadtkirche ab 16.15 Uhr diejenigen Friedrich Weinbrenners. Und natürlich darf das Schloss mit Führungen um 11, 13, 15 und 16.30 Uhr nicht fehlen. In der Nancystraße 1 werden um 10 Uhr Reithalle und Stall präsentiert und kann um 11 Uhr Reitunterricht erlebt werden.

Repräsentationsbauten des Staates (13 Uhr, Riefstahlstraße 9) und des Militärs (15 Uhr, Moltkestraße 50) stehen ebenso auf der Veranstaltungsliste wie um 14 Uhr der Haydnplatz. Um 17 Uhr thematisiert ab Treffpunkt Schwarzwaldhalle eine Stadtführung NS-Architektur zwischen Machtdemonstration und Größenwahn in der „Gauhauptstadt“. Das Polizeirevier im Jugendstil Ecke Mathy-, Beiertheimer Straße, ehemals Gebäude des Katholischen Oberstiftungsrats steht um 9.30 Uhr an und um 11 Uhr ist  ab Hausnummer 13 im Alten Schlachthof die Umwandlung zum Kreativareal Thema. Die bewegte Geschichte von Schloss Gottesaue, entstanden als Kloster, aber auch genutzt als Kaserne und heute Musikhochschule ist  ab dem Hauptportal um 10.30 und 12 Uhr erfahrbar. Bau- und Kunstgeschichte sowie Orgelkonzerte und Instrumentenführungen  werden  in der Evangelischen Kirche in der Neureuter Hauptstraße 20 (15, 15.35, 16.15, 17 und 17.45 Uhr) geboten.

Ebenso in Knielingen, Kirchbühlstraße 2 um 11, 13 und 14 Uhr samt halbstündiger Turm- und Glockenführungen zwischen 11.30 und 16 Uhr. Auch in Durlach sind die evangelische Stadtkirche (Orgelkonzert um 13 Uhr) und die katholische Kirch St. Peter und Paul (Führungen um 14 und 16 Uhr) offen. In Hohenwettersbach beginnt um 10.30 Uhr ein Rundgang durch das Hofgut Batzenhof. In Palmbach wird unter anderem zu einer Führung auf dem Waldenserweg um 14 Uhr ab Talstraße 43 eingeladen. Zum deutschen Orgeltag gibt es zudem Konzerte  in der Johanniskirche Südstadt (14 Uhr), in der Auferstehungskirche Rüppurr und Zum Guten Hirten Rintheim (15 Uhr), in der Stadtkirche am Marktplatz (16 Uhr), in St. Stephan (17 Uhr), in der Christuskirche (18 Uhr) und in der Paul-Gerhardt-Kirche (13 bis 16 Uhr). Alles Weitere:  www.karlsruhe.de/denkmaltag. -cal-

 
 

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