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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. September 2017

ÖPNV: Bahnen werden moderner

HALLO FAHRER: Fahrgast-Beirätin Dr. Charlotte Kämpf an der in der Stadtbahn nachgerüsteten Sprechanlage. Foto: Homberg

HALLO FAHRER: Fahrgast-Beirätin Dr. Charlotte Kämpf an der in der Stadtbahn nachgerüsteten Sprechanlage. Foto: Homberg

 

Invest vor allem für Komfort und Tunneltauglichkeit

Die Nahverkehrsunternehmen Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) und Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) investieren 12,5 Millionen Euro, um die Bahnen komfortabler und gegebenenfalls tunneltauglicher zu machen, die ab 2019 ihren Weg teilweise unter der Erde nehmen werden. Vor allem müssen die mittelflurigen Stadtbahnen nachgerüstet werden, die seit gut 20 Jahren über das AVG-Netz rollen.

Die neueren Mittelflur-Zweisystemstadtbahnen, zurzeit vor allem im Raum Heilbronn unterwegs, besitzen bereits den Tunnelstandard. Zwischen Herbst 2017 und Frühjahr 2018 werden von diesem Typ noch weitere zwölf Fahrzeuge ausgeliefert.

Ältere Bahnen aus den Neunzigern müssen unter anderem mit Sprechstellen an allen Türen ausgestattet werden, damit Fahrgäste Kontakt zum Fahrpersonal aufnehmen können. Auch ist es notwendig, Böden und Sitze aktuellen Brandschutzbestimmungen anzupassen. Zudem sind für die Notbremsung neue Sicherheitsvorkehrungen eingebaut.

Allein die Umrüstung der 86 Zweisystem-Stadtbahnen zweiter Generation erfordert eine Investition von zwölf Millionen Euro und soll mit Inbetriebnahme des Tunnels unter der Kaiserstraße abgeschlossen sein, wie Projektleiter Thorsten Erlenkötter berichtet. Kürzlich stellte er mit AVG- und VBK-Technik-Geschäftsführer Ascan Egerer einen umgerüsteten Prototyp vor. Vor dieser Bahn stand eine weitere. Es handelte sich um eine nach Wünschen des KVV-Fahrgastbeirats aufgepeppte Niederflurtram neuester Bauart. Wo es ging, wurden dort Sitze weiter auseinandergeschoben und mit Mittelarmlehnen versehen.

An anderer Stelle muss die Durchgangsbreite erhalten bleiben. Dazu bieten 30 gelbe Handschlaufen, zusätzlich Haltestangen und -griffe höhere Sicherheit. Schließlich wird die Hälfte der zu grell empfundenen Innenleuchten abgeschaltet. Zum Lesen reicht es. Dr. Charlotte Kämpf vom Fahrgastbeirat freute sich, dass „alle unsere Wünsche“ erfüllt worden seien. Sie hofft jetzt auf E-Mail-Rückmeldung an fahrgastbeirat@karlsruhe.kvv.de. -erg-

 
 

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