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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. September 2017

Heimattage: Krönender Abschluss

FARBENFROHES DEFILEE: Vom Schloss aus zogen 89 Gruppen durch Teile der Innenstadt und begeisterten auf der gesamten Strecke gut 50.000 Besucher mit ihren unterschiedlichen Trachten, musikalischen Darbietungen oder Tänzen. Foto: Bastian

FARBENFROHES DEFILEE: Vom Schloss aus zogen 89 Gruppen durch Teile der Innenstadt und begeisterten auf der gesamten Strecke gut 50.000 Besucher mit ihren unterschiedlichen Trachten, musikalischen Darbietungen oder Tänzen. Foto: Bastian

BOLLENHUT AUF STELZEN: Der Mirari Walkact war ein Hingucker. Foto: Bastian

BOLLENHUT AUF STELZEN: Der Mirari Walkact war ein Hingucker. Foto: Bastian

POLONAISE ZUR ERÖFFUNG: Bei der 6. Folkloria gab es zahlreiche Angebote, bei denen die Besucher feste mittanzen konnten. Foto: Bastian

POLONAISE ZUR ERÖFFUNG: Bei der 6. Folkloria gab es zahlreiche Angebote, bei denen die Besucher feste mittanzen konnten. Foto: Bastian

APPLAUS: Begeistert vom bunten Treiben waren auch Ministerpräsident Kretschmann, Ehefrau Gerlinde, OB Mentrup und Alt-OB Seiler (unten). Foto: Bastian

APPLAUS: Begeistert vom bunten Treiben waren auch Ministerpräsident Kretschmann, Ehefrau Gerlinde, OB Mentrup und Alt-OB Seiler (unten). Foto: Bastian

FRÖHLICHES MITEINANDER: Gute Laune pur unter den Besucherinnen und Besuchern versprühten die vielfältigen Tanz- und Trachtengruppen des Landesfestumzugs auf ihrem Weg vom Schloss in die Stadt. Foto: Bastian

FRÖHLICHES MITEINANDER: Gute Laune pur unter den Besucherinnen und Besuchern versprühten die vielfältigen Tanz- und Trachtengruppen des Landesfestumzugs auf ihrem Weg vom Schloss in die Stadt. Foto: Bastian

 

Mehr als 50.000 Besucher bei Landesfestumzug / Verbindung von Tradition und Moderne als Erfolgsfaktor

Am Schloss und in der Innenstadt verfolgten insgesamt mehr als 50.000 Besucher den Landesfestumzug, der vorigen Sonntag bei Kaiserwetter für einen farbenfrohen und glänzenden Abschluss der 40. Heimattage Baden-Württemberg 2017 in Karlsruhe sorgte.

Gleich zu Beginn des bunten Reigens legte Sennerjazz beredtes Zeugnis von der gelungenen Verbindung von Tradition und Moderne ab, die sich letztlich allgemein als ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Heimattage in Karlsruhe entpuppte. Das Durlacher Quintett präsentierte mit vier Alphörnern und Perkussion nicht etwa alpenländische Weisen, sondern brachte mit „Rock around the clock“ in ungewohnter Hörart auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann, dessen Ehefrau Gerlinde, OB Dr. Frank Mentrup und zahlreiche Ehrengäste auf der Haupttribüne zum Mitgrooven. Und begeisterten Applaus gab es dann auch für sämtliche weitere Teilnehmer des Landesfestumzugs, den das SWR Fernsehen zudem in die Wohnstuben im Ländle brachte.

Die 89 Gruppen spiegelten die breite Palette und bunte Vielfalt des traditionellen und neu hinzugekommen Brauchtums im Südweststaat wider. So zeigte die Tanz- und Trachtengruppe aus dem Landkreis Volkstänze aus dem 19. Jahrhundert, der Stadtfeuerwehrverband marschierte in historischen Uniformen mit Spielmannszug und Handdruckspritze von 1905 über die Aufzugsstrecke, und die Mitglieder der Bürgerwache Rottenburg hatten sich ihre Helme mit Rossschweif auf das Haupt gesetzt. Siebenbürgische Trachtengruppen, die Tanzgruppe „Banater Schwabenkinder“ oder Egerländer Musikanten zeugten von Bräuchen der Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Baden-Württemberg neue Heimat fanden. Gruppen aus Sizilien, Griechenland oder Krasnodar spannten den Bogen in die Gegenwart. Karl Drais war auf einem Laufrad dabei, daneben – mit Blick auf die Zukunft der Mobilität – ein autonom fahrendes Auto des Forschungszentrums Informatik.

„Auf diese Weise wurde das Bewusstsein für Heimat, das alle Menschen verbindet, eindrucksvoll in den Blickpunkt gerückt“, dankte Regierungspräsidentin Nicolette Kressl allen Beteiligten. Der Ministerpräident betonte am Ende, Karlsruhe habe deutlich gemacht, „dass es Heimat überall gibt“. Karlsruhes Stadtoberhaupt stellte den Aspekt „Gefühl“ in den Vordergrund. Die Heimattage hätten „viele interessante Einblicke in Heimatgefühle anderer Menschen gegeben“. -trö-

 
 

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