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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. September 2017

Heimattage: Vorbilder, die Heimat schaffen

BRAUCHTUMSPFLEGER UND MEHR, Brunnen-, symbolisch auch Brückenbauer: die Träger der Heimatmedaille des Landes 2017. Foto: Fränkle

BRAUCHTUMSPFLEGER UND MEHR, Brunnen-, symbolisch auch Brückenbauer: die Träger der Heimatmedaille des Landes 2017. Foto: Fränkle

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Heimatmedaille Baden-Württemberg zehnfach vergeben an Bewahrer und Gestalter

„Meine Heimat ist da, wo ich mich wohlfühle.“ Das erklärten viele der zehn neuen Träger der Heimatmedaille Baden-Württemberg, vorigen Freitag im Bürgersaal des Rathauses verliehen, im jeweiligen kurzen Einspielfilm. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup würdigte den Elan jedes Geehrten, dankte mit Stolz dafür, dass Karlsruhes Vorschläge beide Berücksichtigung fanden und freute sich besonders darüber, dass es mit Najoua Benzarti auch eine Frau, noch dazu eine mit Wurzeln eines anderen Kulturkreises, in die Ehrenreihe geschafft hatte.

Neben den wichtigen Heimatforschern brauche es über moderne Kriterien Involvierte, „die durch ihr eigenes Vorbild zeigen, wie sie eine neue Stadtgesellschaft mitgestalten können“. Gebürtig Tunesierin, bezeichnet sich Benzarti als Karlsruherin, Brückenbauerin und die Welt als ihre Heimat. Unter anderem wirkt sie als muslimische Vorsitzende der hiesigen Christlich-Islamischen Gesellschaft.

Der zweite lokale Medaillenträger, Dr. Manfred Koch, sagte über die Fächerstadt, ihr Äußeres habe für ihn an Tiefenschärfe gewonnen, als er Stadthistoriker und Karlsruhe „viel mehr Heimat als vorher“ wurde. Auch im Ruhestand widmet sich der Mit-Initiator des Verlegens von Stolpersteinen an früheren Wohnsitzen jüdischer Mitbürger dem Aufspüren von Mikro-Geschichte(n).

An die hernach Ausgezeichneten, mit Medaille, Urkunde und Präsentkorb Bedachten aus dem ganzen Land, teils in Tracht erschienen, gewandt, betonte Landesstaatssekretärin Dr. Gisela Splett: „Das Engagement ist für Sie nicht nur Hobby, sondern Selbstverpflichtung.“ Die Vorsitzende des Landesausschusses Heimatpflege, Regierungspräsidentin Nicolette Kressl, erklärte: „Unter dem Dach des Begriffs Heimat haben die Preisträger Altes und Modernes, Regionales und Internationales vereint.“

 
 

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