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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. September 2017

Zoologischer Stadtgarten: Die Kleinsten neben den Größten

NA, DU KLEINE! Jenny beäugt ihre neue Nachbarin, eine Etruskerspitzmaus – kleiner als das Auge der Elefantin. Foto: Zoo

NA, DU KLEINE! Jenny beäugt ihre neue Nachbarin, eine Etruskerspitzmaus – kleiner als das Auge der Elefantin. Foto: Zoo

 

Gut zwei Gramm leicht sind die neuen Winzlinge im Dickhäuterhaus des Zoos – mehr ist bei der Etruskerspitzmaus nicht drin. Bis zu 4000 Kilogramm schwer sind die Nachbarinnen aus der Altersresidenz für Asiatische Elefanten. Jenny und Co. können sich ihrer Fans sicher sein, aber auch Adam und Eva, das Etruskerspitzmaus-Pärchen, dürften sich schnell in die Herzen der Zoogäste wuseln. Ein Karlsruher Privathalter habe ihm die Tiere angeboten, so Zoochef Dr. Matthias Reinschmidt.

Elefanten, das größte Landtier, neben dem kleinsten Säugetier der Welt: Diese in Zoos einzigartige Kombi sollte es sein, war für ihn sofort klar. Weshalb er die „Mäuse-Idee dem Kreislandfrauenverband Karlsruhe verkaufen“ wollte, erklärte Reinschmidt.

„Wir waren von der Idee sehr angetan“, betonte deren Vorsitzende Ingrid Beele-Luppold am Mittwoch. Da feierte der Verband, der mehr als 2.500 Mitglieder vertritt, im Zoo sein 70-jähriges Bestehen. Und brachte als Gastgeschenk eine Spende über 3000 Euro mit, mit der das Novum im Zoo finanziert wurde. Das Heim von Adam und Eva mit Kulisse aus künstlicher Baumwurzel, Ästen, Moos und Laub bietet Einblick in zwei Labyrinthe. Versehen mit Nistmaterial – Aufforderung zum Nestbau.

Etruskerspitzmäuse sind zoologisch Raubtiere, als Insektenfresser mehr mit Igel und Maulwurf als mit Mäusen verwandt. OB Dr. Frank Mentrup bedankte sich bei Beele-Luppold dafür, dass „Sie sich im Zoo einbringen“. Und überreichte ihr als Erinnerung eine Plüschmaus, die die neuen Zoo-Stars um ein Vielfaches überragt. -rie-

 
 

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