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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. September 2017

Auszeichnungen: Für Badens Posaune

GEEHRT: Mit der Staufermedaille zeichnete Ministerpräsident Kretschmann Prof. Mürb aus, rechts Oberbürgermeister Mentrup. Foto: Bastian

GEEHRT: Mit der Staufermedaille zeichnete Ministerpräsident Kretschmann Prof. Mürb aus, rechts Oberbürgermeister Mentrup. Foto: Bastian

 

Ministerpräsident ehrte Robert Mürb mit Staufermedaille

Winfried Kretschmann betonte es mehrfach: Eigentlich wird die Staufermedaille des Landes nur am Stuttgarter Regierungssitz verliehen. Um die Auszeichnung für Verdienste um das Gemeinwohl in seltenem Gold Prof. Robert Mürb, unermüdlicher Streiter für die badische Sache, zu überreichen, kam der Ministerpräsident jedoch in das Karlsruher Schloss.

Als  „Posaune badischer Interessen in Württemberg“, engagiert seiner Sache verschrieben, melde sich Mürb stets kämpferisch zu Wort. Und habe als „ typischer, eng der Heimat verbundener Baden-Württemberger für Baden einiges erreicht“. So setzte er  sich für „offenes Grün ein, hob grünes Image stärker ins Bewusstsein“ und  setzte mit stets gutem Gespür, wo die Natur gefährdet sei,  Maßstäbe. Mürb habe als „lebensfroher Überzeugungstäter Spuren hinterlassen.

Deswegen habe ich mich ihm persönlich verbunden gefühlt.“  Dass der so Gelobte durch die Staufermedaille ruhig gestellt werden könnte, diesem  Verdacht trat OB Dr. Frank Mentrup gleich entgegen. Das funktioniere nicht, diese „große, faszinierende  Persönlichkeit wird noch öfter aufhorchen lassen, zumal unser Mürb nicht nur Argumente einsetzt, sondern auch Emotionen anschaltet, wenn es um Bruder Baum“ geht.

Das sei zu viel Lob, meinte der 85-Jährige,  „aber es stimmt fast alles“, pochte der Vorsitzende der Landesvereinigung Baden in Europa gleich auf den Passus  der Landesverfassung  nach gleichwertigen Bedingungen im ganzen Land, verteilte einen Flyer mit noch unerledigten Aufgaben und verlangte, beim Hochwasserschutz am Rhein die Natur zu respektieren. Technische Lösungen wie eine meterhohe Spundwand um Rappenwört seien der falsche Weg. Wegen des dramatischen Artenrückgangs „müssen wir noch mehr für den Umweltschutz tun“.

Ab 1963  war Robert Mürb 16 Jahre Leiter des Gartenbauamts, plante und führte 1967 perfekt die Bundesgartenschau durch.  Nach dem Abschied  aus der Verwaltung 1979  engagierte er sich auch von 1980 bis 1998 als CDU-Stadtrat, wirkte ab 1979 als Professor für Landschaftsgestaltung  sowie acht Jahre als Präsident der Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur. Seit  30 Jahren führt er die Oberrheinischen Waldfreunde. -cal-

 
 

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