Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. September 2017

Baerenthal: Für die Freundschaft

DEUTSCH-FRANZÖISCHE FREUNDSCHAFT: Edouard Jund (l.) und Karlsruhes Bürgermeister Walther Wäldele (r.) 1966. Foto: Stadtarchiv

DEUTSCH-FRANZÖISCHE FREUNDSCHAFT: Edouard Jund (l.) und Karlsruhes Bürgermeister Walther Wäldele (r.) 1966. Foto: Stadtarchiv

 

Baerenthal-Förderer Edouard Jund mit 92 Jahren gestorben

Er war ein Pionier und aktiver Mitgestalter der deutsch-französischen Freundschaft und er hat die Jugendfreizeit- und Bildungsstätte Baerenthal als Ort grenzüberschreitender Begegnung mitbegründet. Nun ist Edouard Jund, Bürgermeister der französischen Gemeinde Baerenthal von 1959 bis 1995, im Alter von 92 Jahren verstorben.

Mit großem Bedauern hat auch Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup die Nachricht von dessen Tod vernommen und dem jetzigen Bürgermeister von Baerenthal, Serge Weil, sein Beileid ausgesprochen.

Über ein halbes Jahrhundert habe sich Jund der Völkerverständigung gewidmet, insbesondere der deutsch-französischen Freundschaft, erinnert das Stadtoberhaupt in seinem Kondolenzschreiben: „Bereits kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs setzte er sich mit großem Engagement für die Annäherung und Freundschaft unserer beiden Länder ein.

So begannen die Beziehungen mit der Patenschaft des Stadtjugendausschusses Karlsruhe für zwei Soldatenfriedhöfe in Baerenthal und entwickelten sich über die Jahre zu einer dauerhaften, grenzübergreifenden Verbindung.“ Durch seinen Einsatz habe Jund 1962 die Anerkennung des Stadtjugendausschusses als französischer Jugendpflegeverein durchsetzen können. Dank dieser Institution sei Baerenthal ein Synonym für gelebte Völkerverständigung und ein wichtiger Mosaikstein in einem geeinten Europa.

Für seine zahlreichen Verdienste wurde Edouard Jund mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und der Ehrenmedaille der Stadt Karlsruhe. -red-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe