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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. September 2017

Stadtplanungsamt: Nordweststadt gemeinsam aufwerten

ZUKUNFT NORDWESTSTADT: An einem Modell wie an Themen-Inseln informierten sich die rege interessierten Bürger und brachten Vorschläge zur Entwicklung ihres Stadtteils. Foto: Knopf

ZUKUNFT NORDWESTSTADT: An einem Modell wie an Themen-Inseln informierten sich die rege interessierten Bürger und brachten Vorschläge zur Entwicklung ihres Stadtteils. Foto: Knopf

 

Finaler Termin zum Rahmenplan im Dialog mit ideenreichen Bürgerinnen und Bürgern

Über die Ergebnisse des Rahmenplans Nordweststadt informierten kürzlich das Stadtplanungsamt sowie die beteiligten Büros in der Aula des Humboldt-Gymnasiums. Der Abschlussveranstaltung gingen Stadtteilspaziergänge und Workshops während eines rund eineinhalbjährigen Prozesses voraus, bei denen Bürger ihre Ideen einbrachten.

Deren Ergebnisse referierte Timo Amann vom Planungsbüro Mess. „Für ihr Engagement möchte ich mich bedanken. Wir haben viel Feedback erhalten, wie wir die Nordweststadt aufwerten können.“ Leitmotiv sei ein attraktiver und ökologischer Mehrgenerationen-Stadtteil. Dazu zählen unter anderem eine gute Ausstattung an Nahversorgern, Kita und Seniorenheimplätze, Freizeitangebote, Grünflächen (plus Entsiegelung asphaltierter Flächen), energetische Gebäudesanierung oder ein gutes ÖPNV-Angebot.

Amanns Team stellte fest, dass es in der Nordweststadt viele halb-öffentliche Räume gebe und teilweise einen in die Jahre gekommenen Gebäudebestand. „Wichtig ist uns, den grünen Charakter zu erhalten und verbindende Freiraumelemente zu schaffen“, führte er fort. So könne man einen Aktiv-Park (Bewegungsangebot für Senioren) schaffen, einen Stadtbalkon mit Blick auf den alten Flugplatz, für attraktive Bepflanzung sorgen oder die überdimensionierten Straßenräume „aus dem Dornröschenschlaf wecken“.

Durchgängige Rad- und Fußwege, Wohnangebote durch qualifizierte Innenentwicklung, Radverleih- oder Carsharing sprach er ebenfalls an. Deutlich attraktiver müsse der Heinrich-Köhler-Platz werden. Die gestalterische Aufwertung der Tramhaltestellen, wo sich mancher abends unsicher fühle, war auch Thema. Über das weitere Prozedere und die Aufgaben des Rahmenplans informierten Bürgermeister Michael Obert und die Bereichsleiterin Städtebau des Stadtplanungsamts, Sigrun Hüger.

An Themen-Inseln diskutierten die Bürger anschließend mit den Experten, ehe man die Vorschläge zusammentrug. Bei „Infrastruktur“ wurden unter anderem mehr Geschäfte oder ein Café am Heinrich-Köhler-Platz gewünscht, bei „Freiraum“ Aktivierung der Sportvereine, um auf deren Gelände Mehrgenerationen-Spielgeräte zu implementieren, bei „Verkehr“ wurde über abgestellte Lastwagen geklagt, wurden eine Tempo-Reduzierung vorgeschlagen und mehr Niederflurwagen gewünscht. -voko-

 
 

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