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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. September 2017

Studierende: Karlsruhe für Anfänger

VIDEO-PROTAGONISTEN: Gleb, Konstantin, Ellen. Foto: Knopf

VIDEO-PROTAGONISTEN: Gleb, Konstantin, Ellen. Foto: Knopf

 

Video unterstützt Erstsemester bei Wohnungssuche

Jedes Jahr im Oktober ziehen tausende junge Menschen zum Studieren in die Fächerstadt. Sie alle benötigen eine Wohnung, ein WG-Zimmer oder einen Wohnheimplatz. Unterstützung erhalten sie durch die Wohnraumkampagne des Wissenschaftsbüros des Stadtmarketings und das Studierendenwerk.

Mit spektakulären Aktionen im öffentlichen Raum macht die Initiative auf die Situation aufmerksam und animiert Wohnungsbesitzer, Wohnraum an die Erstsemester zu vermieten. Bei der aktuellen Kampagne begleitet ein Kamerateam 18 Studienanfänger bei ihrer Suche nach einem raren WG-Zimmer. Die Kampagne wurde kürzlich ganz klassisch in einer Studentenwoh-nung in der Innenstadt vorgestellt.

„Wir möchten auf die Nöte aufmerksam machen und Wohnungsinhaber sensibilisieren“, sagte Sara Willmann (Studierendenwerk). „Karlsruhe für Anfänger“ heißen die Youtube-Videos(youtube.com/user/karlsruhetube), die Akademiker in spe begleiten. Auch Ellen aus Reutlingen, Konstantin aus Hassloch oder Gleb aus Odessa sind mit von der Partie. Mit der altehrwürdigen Tramlinie 5 fahren die jungen Leute durch sechs Stadtteile und stellen sich Fragen potenzieller Mitbewohner.

Mit dabei: lokale Persönlichkeiten, die mit Rat und Tat helfen. Politiker aus Mühlburg, Rapper aus Oberreut – die Mentoren sind so unterschiedlich wie die Stadtteile. So existiert ein Video bei dem sich Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz beim WG-Casting bewirbt und die künftigen Mitbewohner allerlei kritische Fragen stellen.

Moderiert wurde der Start der aktuellen Kampagne von Stadtmarketing-Geschäftsführer Martin Wacker, der die Probleme aufzeigte, mit der die rund 7500 Erstsemester konfrontiert sind. „Ziel der Kampagne ist es, Bewusstsein für die Problematik zu schaffen und Kontakte herzustellen“, so Wacker.

Der Erfolg der seit 2012 laufenden Kampagne ist durchaus messbar. So wurde nach der ersten Kampagne die Zahl der Zimmervermittlungen von 900 auf mehr als 1800 verdoppelt. Aktionen wie „Studis schlafen im Schaufenster“ oder Talente-Camp am Schloss schufen Aufmerksamkeit. -voko-

 
 

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