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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. Januar 2017

Nordweststadt: Stadtteil nach vorne bringen

NORDWESTSTADT IN DER DISKUSSION: Rund 100 Gäste tauschten sich in Planungswerkstatt über städtebauliche Leitlinien aus. Foto: suedlicht

NORDWESTSTADT IN DER DISKUSSION: Rund 100 Gäste tauschten sich in Planungswerkstatt über städtebauliche Leitlinien aus. Foto: suedlicht

 

Die Nordweststadt gemeinsam gestalten: Was macht eine attraktive Mitte aus, an welchen Leitlinien soll sich die Schaffung von Wohnraum orientieren? Rund 100 Personen aus Bürgerschaft und Politik hatten vergangene Woche im Humboldt-Gymnasium einen Abend lang erste Vorschläge und Strategien zur Gestaltung des Stadtteils weiterentwickelt.

Die Planungswerkstatt folgte nach dem Auftakt im September 2016 und zwei Stadtteilspaziergängen als weitere Schritte der Bürgerbeteiligung, die der Stadt sehr am Herzen liege, betonte Bürgermeister Michael Obert. Es gehe darum, den Rahmenplan als Leitlinie für die städtebauliche Weiterentwicklung zu verstehen. Große Zustimmung fand die Idee des Planungsbüros MESS, ein grünes Rückgrat im Bereich der Wilhelm-Hausenstein-Allee zu gestalten.

Weitere Vorschläge: ein durchgängiger Rad- und Fußweg zum Alten Flugplatz, mehr Sitzbänke, abwechslungsreiche Wege und bes-sere Sichtverbindungen. Am Anebosweg sah man lieber Mehrgenerationenwohnen und ein Begegnungsort mit Gastronomie als ein isoliertes Pflegeheim. Anliegen waren die Verknüpfung der Landauer Straße mit dem Walter-Rathenau-Platz durch einen Wochenmarkt und das Kirchencafé sowie Bürgerzentrum und Jugendtreff in der neuen Mitte. Konsensfähig war der Vorschlag einer neuen Wohnbebauung am Heinrich-Köhler-Platz.

Neuer Wohnraum müsse maßvoll und verträglich geschaffen werden – soziale Mischnutzungen sollten ermöglicht und klimatische Aspekte beachtet werden. Für das Areal Nancystraße war soziale Durchmischung ohne räumliche Konzentration wichtig. Stichwort Verkehr: Generell müssten (kreative) Lösungen für die schlechte Parksituation gefunden werden.

„Ich bin beeindruckt von der Qualität der Diskussionen“, so die Planungsamtsleiterin Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner. Mit MESS arbeitet ihr Amt nun die Anregungen unter Abwägung der verschiedenen Belange ein. Im Sommer ist die Abschlussveranstaltung geplant. Mehr Infos unter Stichwort städtebauliche Projekte auf www.karlsruhe.de/b3/bauen. -rie-

 
 

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