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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Oktober 2017

Erfolg: Mehrgenerationen-Projekt "Quartier im Albgrün"

ENGAGIERT: Bürgermentorin Heide Wroblewski leitet "Wohnen am Albgrün" als ehrenamtliche Geschäftsführerin. Foto: AfSta/Strobel-Heck

ENGAGIERT: Bürgermentorin Heide Wroblewski leitet "Wohnen am Albgrün" als ehrenamtliche Geschäftsführerin. Foto: AfSta/Strobel-Heck

 

Bürgermentorin Heide Wroblewski: "Man muss sich für Andere interessieren. Ich habe Zeit für Andere."

Erfolg ist für Heide Wroblewski, wenn sie andere zum Mitmachen gewinnt. Denn sich gegenseitig helfen, macht das Mehrgenerationen-Projekt "Quartier im Albgrün" aus.

Sechs Jahre lang begleitete sie das Projekt als Geschäftsführerin ehrenamtlich beim Aufbau. Auf Menschen zugehen, sie überzeugen und ermuntern ist der Fremdsprachensekretärin auf den Leib geschrieben. Sie sprüht vor Begeisterung, wenn sie erzählt, wie das gemeinschaftliche Leben im Wohnprojekt entstanden ist und wie es funktioniert.

"Man muss sich für andere interessieren und eigene Interessen zurückstellen können." Ein langer Weg liegt hinter ihr. Nach der Ausbildung war sie Korrespondentin bei einem Radio- und Fernsehsender, arbeitete bei einer Rentenversicherung und bei einem Sicherheitsdienst, für den sie Kunstausstellungen beaufsichtigte. Fortbildung war immer Teil ihres Lebens: Journalismus bei einer großen Tageszeitung, ein Studium an einer Wirtschafts- und Verwaltungsakademie. Sie lebte in Hamburg, Berlin und im Frankfurter Raum, bis sie nach Karlsruhe kam und dort in den Ruhestand ging. Der war schnell vorbei. Ein Bericht über ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt fesselte sie. In einer Gemeinschaft von Jung und Alt leben, die eigenverantwortlich und selbstbestimmt ihr Leben gestalten und füreinander da sind, war genau das, was sie sich vorstellte. Irgendjemand musste das Ganze koordinieren und zusammenhalten. Wroblewskis vielfältige Berufserfahrungen und Fortbildungen prädestinierten sie dafür. Die Gemeinschaft wählte sie zur ehrenamtlichen Geschäftsführerin. Sie wusste, dass die uneingeschränkte Mitwirkung aller Beteiligten notwendig und die grundlegende Voraussetzung für den Erfolg war. Die Ausbildung zur Bürgermentorin kam zum richtigen Zeitpunkt für die anspruchsvolle Aufgabe. "Dies hat mir Sicherheit und Anreize zum Weitermachen gegeben", erzählte sie.

Jetzt sind die 104 Wohnungen bezogen, Gemeinschaftsräume eingerichtet, Außenanlagen begrünt und bepflanzt. Alles steht allen zur Verfügung und wird von der Gemeinschaft gepflegt. Wroblewski hatte einen Kochkurs für Männer initiiert, der zum Selbstläufer wurde. Es gibt Ausstellungen und Sommerfeste. Die Kinder können überall spielen. Das größte Problem, die Einrichtung einer Kinderkrippe, konnte gemeinsam gelöst werden. "Das hat mehr verbunden als alles andere", sagt Wroblewski. -AfSta-/-RSH-

 

 
 

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