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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Oktober 2017

Gemeinderat: Alternative zum Heim

Karlsruhe plant ambulant betreute Pflegewohngruppen

Daheim gepflegt zu werden oder ins Seniorenheim zu ziehen, sind in Karlsruhe bislang die einzigen Möglichkeiten, wenn es alleine nicht mehr geht.

Die Grüne Gemeinderatsfraktion hat der Stadtverwaltung daher vorgeschlagen, die Einrichtung ambulant betreuter Pflegewohngruppen zu unterstützen. In Deutschland gebe es aktuell 57 solcher Gruppen mit familienähnlicher Struktur. Keine davon liege in der Fächerstadt - wenn auch die Heimstiftung kurz vor der Inbetriebnahme einer ersten Einrichtung in Grötzingen mit neun Plätzen stehe. "Vor allem in kleineren Stadtteilen, wo der Bau von Pflegeheimen sich vielleicht nicht lohnt, sehen wir das als gute Alternative", erläuterte Stadträtin Verena Anlauf für die Antragsteller. Zielgruppe solcher Wohngruppen sind Seniorinnen und Senioren, die noch alleine in ihrer Wohnung leben, in untere Pflegegrade eingestuft sind und nicht in ein großes Pflegeheim umziehen möchten.

Der Antrag wie auch die positive Antwort der Verwaltung fanden breite Zustimmung unter den Fraktionen. Auch die Stadt hat diesen Bedarf schon länger erkannt und erarbeitet deshalb bereits eine Bewerbung um die Projektförderung des Landes Baden-Württemberg "Innovationsprogramm Pflege 2018". Die Bewerbung wird dem Arbeitsausschuss Ältere Generationen in seiner nächsten Sitzung vorgestellt. -bea-

 
 

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