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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Oktober 2017

Gemeinderat: Ja zu Beteiligungsbericht

BEI DEN VERKEHRSBETRIEBEN wurden im letzten Jahr 46,5 Millionen Euro investiert, der Verlust vollständig durch die KVVH ausgeglichen. Foto: Bastian

BEI DEN VERKEHRSBETRIEBEN wurden im letzten Jahr 46,5 Millionen Euro investiert, der Verlust vollständig durch die KVVH ausgeglichen. Foto: Bastian

 

75 Prozent der Investitionen liefen über Gesellschaften

In ihrem jährlichen Beteiligungsbericht listet die Stadt sämtliche wesentlichen Unternehmensdaten ihrer Beteiligungsgesellschaften und Stiftungen auf.

Das umfangreiche Zahlenwerk dokumentiert gleichzeitig auch den hohen wirtschaftlichen und finanziellen Stellenwert der Gesellschaften für die Stadt. Dies zeigt allein schon das Gesamtvolumen des städtischen Beteiligungswerts an den Gesellschaften, das 2016 bei 424 Millionen Euro lag. In dem von Finanzdezernentin Gabriele Luczak-Schwarz in der letzten Woche dem Gemeinderat vorgelegten Beteiligungsbericht 2016 sind insgesamt 24 städtische Beteiligungen aufgeführt. Dazu gehören allein 18 Unternehmen, an denen die Stadt direkt mit mindestens 25 Prozent beteiligt ist. Bei den Investitionen des Konzerns Stadt im Jahre 2016 in Höhe von 543 Millionen Euro entfiel wie in der Vergangenheit der Löwenanteil auf die Beteiligungsgesellschaften. Der lag im vergangenen Jahr bei 407,5 Millionen Euro oder 75 Prozent, die Stadtverwaltung selbst investierte 135,5 Millionen Euro. 7.204 der 11.708 Beschäftigten im "Verbund Stadt" arbeiteten bei Tochterunternehmen, 4.504 bei der Stadtverwaltung.

"Die Leistungsentwicklung wird nicht genügend aufgezeigt", forderte Dr. Klaus Heilgeist (CDU) für künftige Berichte eine "andere Darstellung zum besseren Verständnis". Lob hatte dagegen Michael Zeh (SPD) für die Offenlegung der Daten der einzelnen Gesellschaft parat. "Informativ" fand der KULT-Fraktionsvorsitzende Erik Wohlfeil das 238 Seiten starke Werk, auch wenn es wegen der zunehmenden Verschuldung "keine schönen Zahlen" beinhalte. Dabei ging Wohlfeil insbesondere auf den kaum noch möglichen Verlustausgleich innerhalb der Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH (KVVH) ein. "Der Bericht hat sich positiv entwickelt", fand Jürgen Wenzel (FW), vermisste darin allerdings eine Rentabilitätsanalyse und wünschte sich eine bessere Lesbarkeit. "Der Bericht wird stetig weiterentwickelt", versicherte OB Mentrup. Er sei kein Steuerungsinstrument, mache aber Entwicklungen deutlich und zeige auf wie viele sinnvolle Investitionen, wie etwa in Stadtbahnwagen", getätigt werden konnten". Mit 43 Ja-Stimmen, bei einer Enthaltung wurde der Beteiligungsbericht angenommen. -fis-

 
 

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