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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Oktober 2017

Krasnodar: Investor baut Stadion und eröffnet Talenten Zukunft

VOR DEM "KOLOSSEUM" fand die Karlsruher Delegation - in der Mitte der frühere OB Prof. Dr. Gerhard Seiler - den geeigneten Platz für ein Gruppenfoto im sonnig warmen südrussischem Krasnodar. Foto: Stadt Karlsruhe

VOR DEM "KOLOSSEUM" fand die Karlsruher Delegation - in der Mitte der frühere OB Prof. Dr. Gerhard Seiler - den geeigneten Platz für ein Gruppenfoto im sonnig warmen südrussischem Krasnodar. Foto: Stadt Karlsruhe

 

Gemeinsame Projekte

"Kolosseum" heißt das neue Fußballstadion des russischen Erstligisten FC Krasnodar im Volksmund. Ein Jahr alt, ist der imposante Bau mit der angegliederten Fußball-Akademie ein außergewöhnliches Beispiel für privates Einzelengagement.

Mit 400 Millionen Euro setzte der russische Unternehmer Sergej Galitzkij Maßstäbe. Selbst Absolvent der dortigen Universität, machte er sein Vermögen mit der Supermarktkette "Magnet" . Nun eröffnet er Kindern und Jugendlichen Bildungs- und Zukunftschancen. Die Fußball-Akademie ist "die einzige ihrer Art in Russland und eine der ganz wenigen in Europa", betont Projektmanagerin Marina Jergomenko.

Seit 2011 trainieren bis zu 340 Talente zwischen elf und 17 Jahren auf den 25 Natur- und Kunstrasenplätzen. Für die Spiele der Nachwuchsmannschaften gibt es zudem ein kleines Stadion. Neben dem Kicken ist vormittags Unterricht: 15 bis 20 Schüler pro Klasse lernen in den Stufen sechs bis elf dasselbe wie ihre Altersgenossen "draußen" - allerdings in hochmoderner eigener Schule. Im Internat mit zehn neuen Wohnhäusern werden vor allem die Jüngeren auch in der freien Zeit betreut. Die Ausbildung ist kostenfrei.

In 29 regionalen Außenstellen werden zudem rund 12000 Kinder im Grundschulalter an den Sport herangeführt - um dann vielleicht auch einmal zu den Talenten auf dem Campus zu gehören. Das Ziel lautet: In den nächsten Jahren soll der FC Krasnodar möglichst ausschließlich aus "Eigengewächsen" bestehen. Der Champions-League-Club bestreitet bereits heute seine nationalen und internationalen Begegnungen im "Kolosseum" mit einem Fassungsvermögen von 34.000 Zuschauerinnen und Zuschauern. Und jedes Spiel wird mit der atemberaubend choreographierten Video-Projektion von Anfang an zum unvergesslichen Erlebnis - bei Eintrittspreisen zwischen drei und 40 Euro. -bw-

 
 

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