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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Oktober 2017

Klinikum: Die Zukunft ist wichtig

BLICK ZURÜCK: So sah ein Krankensaal im neuen Städtischen Klinikum an der Moltkestraße im Jahr 1907 aus. Hier ein Saal in der Chirurgischen Abteilung. Foto: Stadtarchiv

BLICK ZURÜCK: So sah ein Krankensaal im neuen Städtischen Klinikum an der Moltkestraße im Jahr 1907 aus. Hier ein Saal in der Chirurgischen Abteilung. Foto: Stadtarchiv

 

Seit 110 Jahren in Moltkestraße / Jubiläumsfest für Mitarbeiter gefeiert

Einen Bogen von der Vergan­gen­heit in die Zukunft spannen, das wollte das Städtische Klinikum mit seinem Jubiläumsfest am vergan­genen Samstag.

"Einhundertund­zehn Jahre befindet sich das Kli­nikum nun an diesem Standort an der Moltkestraße", begrüßte Ge­schäfts­führer Hans-Jürgen Hen­nes Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter samt Familien sowie Anwoh­nerin­nen und Anwohner in der ehe­ma­ligen Wä­scherei an der Ecke Kußmaul- und Moltkestraße. Hier warteten Hüpf­burg, Spielkran und Infostände auf die Besucher und hier starteten auch Führungen zu den aktuellen Bauprojekten des Klinikums. "Die Zukunft ist uns wichtig", erklärte Hennes zusammen mit seinem Geschäftsführer-Kollegen Markus H­eming, dass auf dem Klinik-Campus "zahlreiche Reor­ga­ni­sa­tions- und Neubaumaßnahmen im Gange" seien. Bürgermeister Klaus Stapf sprach in seinem Grußwort von einer "Umbruchzeit" und be­tonte, dass die Stadt auf jeden Fall eine "Zukunft als Kommunal­kran­kenhaus der Maximalver­sor­gung" wolle. "Es gibt keine anderen Pläne", so der Klinikdezernent.

Stapf erinnerte daran, dass das alte Spi­tal am Lidellplatz 1788 in Betrieb ge­gangen sei: "Damals gab es 150 Betten", heute gibt es fast 1500." Im Jahr 1846 übernahm die Stadt das Spital, das fortan Städtisches Krankenhaus hieß. Ende des 19. Jahrhunderts platzte das Haus aber aus allen Nähten und die Stadt errichtete an der Molt­kestraße einen größeren und zeitge­mäßeren Gebäude-Komplex. Eröffnet wurde er am 30. Juli 1907. "Dieser Bau war ein Quan­ten­sprung", erinnerte Stapf daran, dass in den ersten Jahren immer wieder Dele­gationen aus der ganzen Welt nach Karls­ruhe kamen, um sich Anregungen für eigene Planungen zu holen.

Der Umzug der Patienten vom Lidell­platz fand Ende August 1907 statt: Die Privat­patienten fuhren in Drosch­ken, alle anderen in einem Son­derwagen der Straßenbahn. Insgesamt 652 Bet­ten gab es zu dieser Zeit im neuen Kli­nikum, Patienten der III. Klasse wur­­den in Sälen mit 14 bis 18 Bet­ten untergebracht. "Seit damals sind hier Millionen Menschen sta­tionär behandelt worden", blickte der Bür­germeister zurück und dankte der "aktuellen Belegschaft", die auch in schwierigen Zeiten "bestens betreue und therapiere". Die historischen Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen, blei­ben erhalten, aller­dings sollen in den Ge­bäuden B und C nach 2020 keine Patienten mehr versorgt wer­den. Denn für Anfang 2021 ist die Bezug des neuen Hauses M ge­plant: mit allen Intensivstationen und einem zentralen OP-Be­reich mit 20 Operationssälen. Um diese "Neue Mitte" grup­piert sich dann die Patien­ten­ver­sorgung. -res-

 
 

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