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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Oktober 2017

Behindertenbeauftragte: Zuhören und beraten

ULRIKE WERNERT: Ansprechpart-nerin für Menschen mit Behinderung. Foto: Fränkle

ULRIKE WERNERT: Ansprechpart-nerin für Menschen mit Behinderung. Foto: Fränkle

 

Seit einem Jahr Behindertenbeauftragte: Ulrike Wernert

Seit einem Jahr berät Ulrike Wernert die Stadt Karlsruhe in Fragen der Politik für Menschen mit Behinderungen, fungiert als Interessenvertretung und dient behinderten Menschen und ihren Angehörigen als Ansprechpartnerin.

„Ein stetig wachsender Teil meiner Arbeit ist die persönliche Beratung“, resümiert die Verwaltungswirtin: „Betroffene oder Angehörige brauchen Informationen oder suchen Rat in schwierigen oder neuen Situationen. Manchmal geht es einfach nur darum zuzuhören.“

Insgesamt sechs Stadtteil-Sprechstunden hat Ulrike Wernert bislang organisiert - in Knielingen, Daxlanden, in der Nordstadt, der Waldstadt, in Oberreut und der Südstadt. „Wie erwartet waren die Anliegen der Bürger meist sehr bezogen auf die dort vorhandene oder nicht vorhandene Infrastruktur", berichtet Wernert. Dabei sei es etwa um die Planung des Verkehrsraums gegangen, um die Parksituation, um bauliche Hindernisse, barrierefreien Wohnraum oder um den ÖPNV Insgesamt seien die Rückmeldungen sehr positiv: „Gut, dass es Sie gibt“, sagen viele.

Einige Dienststellen der Stadtverwaltung seien bereits mit unterschiedlichen Anliegen und Beratungsbedarf auf sie zugekommen. „Die Erörterungen und Gespräche führen in der Regel zu neuen Ideen und Erkenntnissen, die dann bei der Umsetzung von Projekten in die Entscheidungsfindung einfließen", so die Behindertenbeauftragte. „Nur in seltenen Fällen sind Vorbehalte erkennbar", vermutet Wernert, dass diese aus der Sorge resultieren, bei der Umsetzung von Barrierefreiheit könne es zu höherem Arbeitsaufwand oder steigenden Kosten kommen. Noch deutliches Entwicklungspotential sieht sie bei der Bereitschaft, auch mal unkonventionelle Wege zu gehen. -red-

 
 

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