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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Oktober 2017

Bürgerforum: Praxistest für innovative Mobilität

 

Reges Interesse am Bürgerforum „Testfeld Autonomes Fahren in Karlsruhe“ / Dialog zu Datenschutz und Technik / OB Mentrup: Projekt stärkt uns und unsere Partner

„Wir stellen den Praxis-Parcours auf ganz normalen Straßen“, Firmen und Forschungseinrichtungen erproben ihre innovativen Technologien und Dienstleistungen rund um das automatisierte und vernetzte Fahren, um Prototypen und Technik zur Serienreife entwickeln zu können, so OB Dr. Frank Mentrup letzten Freitag beim Bürgerforum „Testfeld Autonomes Fahren in Karlsruhe“.

Bevor es im Frühjahr 2018 auf dem ersten Abschnitt rund um den Ostring losgeht, standen den rund 100 Forums-Teilnehmern Vertreter des Testfeld-Konsortiums aus FZI und Stadt, KIT, Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft oder auch Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB - und vom KVV als Betreiber Rede und Antwort. Als „Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg“ vom Land bezuschusst, rücke Karlsruhe mit seiner Innovations- und Forschungslandschaft markant in den Fokus, so Mentrup, „es stärkt uns und unsere Partner in diesem regionalen Projekt.“ Das technologieoffene und von einzelnen Unternehmen unabhängige Testfeld ziehe heute schon potentielle Nutzer weit über die Landesgrenzen hinaus an.

Zubringerdienst ab 2019

Der KVV bringe sich als Betreiber mit seiner hohen Kompetenz im Verkehrsmanagement in das Projekt ein, so Ascan Egerer, technischer Geschäftsführer der VBK. Und. Der ÖPNV könne für „die letzte Meile zwischen ÖPNV und Haustür mit „individualisiertem öffentlichem Verkehr mit autonom fahrenden Autos“ passgenauen Service bieten. Die bedarfsgerechte und nachhaltige Mobilität sei elementar für eine vernünftige Mobilitätsentwicklung einer Stadt, betont denn auch OB Mentrup. Der KVV möchte etwa mit autonom fahrenden Minibussen einen Zubringerdienst testen (geplant ab 2019). Neben Weiherfeld, Rüppurr und Dammerstock liegen, so Bürgermeister Michael Obert, weitere Schwerpunkte in der Oststadt. Am Ostring hat der Strecken-Aufbau mit Messtechnik, Sensoren sowie Kommunikationsinfrastruktur begonnen. Prof. Dr. J. Marius Zöllner (Vorstandsmitglied am federführenden FZI) stellte dazu unter anderem die Verarbeitung der Kamerabilder zu „Objektlisten“ auch unter dem Stichwort Datenschutz vor.

Aus einer Person wird innerhalb 80 Millisekunden ein „farbiges Klötzchen“, für die Kommunikation auf der Teststrecke sei dies ausreichend, so Zöllner. Der Umgang mit den Daten- war ein Hauptaspekt am Thementisch „Recht und Datenschutz“. Bei „Technik und Sicherheit“ wurde erläutert, dass der Testfahrer (denn ohne ihn und gesonderter Fahrzeug-Zulassung geht kein Testauto auf die Strecke) wie ein Fahrschullehrer zur Not eingreifen kann. Nicht nur am Thementisch „Flächenkulisse in Karlsruhe“ wollten viele wissen, ob sie selbst auch die Teststrecke erfahren können. Und ob etwa Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht erkannt werden. Auf dem Laufenden halten können sich Interessierte im Internet unter https://taf-bw.de, wo die FAQ nun um Hauptaspekte aus dem Forum ergänzt werden. -rie-

 
 

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