Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Oktober 2017

Innenstadt-Ost: Problemzonen und Missstände aufzeigen, dann in Angriff nehmen

DER KRONENPLATZ löst verbreitet Missfallen und Unbehagen aus. So spielt er bei Sanierungsgedanken zum Quartier eine große Rolle. Foto: Fränkle

DER KRONENPLATZ löst verbreitet Missfallen und Unbehagen aus. So spielt er bei Sanierungsgedanken zum Quartier eine große Rolle. Foto: Fränkle

 

Bürgerdialog im Erläutern der Erkenntnisse zum Plan-Sanierungsgebiet fortgesetzt

Mängel und Missstände: zunächst ein Ärgernis, so beim Betrachten der Innenstadt-Ost mit ihren Herausforderungen. Sie sind aber auch Voraussetzung zur Anerkennung als Sanierungsgebiet. Entsprechende Anträge auf Städtebau-Förderung von Bund und Land will die Stadt noch im Oktober stellen.

Östliche Kaiserstraße, Kronenplatz, der Campus Süd des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) im zu eröffnenden Dialog mit dem Dörfle, die Kappellenstraße mit dem Alten Friedhof, der Kontext Fritz-Erler-/Kriegs-/Karl-Friedrich-Straße sind Schwerpunktzonen, die aufgewertet werden sollen: an Fassaden, strukturell, klimatisch, durch neue und sanierte Bauten, für mehr Wohn- und Aufenthaltsqualität, öffentlich wie privat. Die vorbereitenden Untersuchungen sind abgeschlossen, der Gemeinderat hat den Fahrplan einstimmig abgesegnet. Vorige Woche erfuhren rund hundert Interessierte im Fritz-Haller-Hörsaal des KIT Erkenntnisse und Vorschläge. „Es geht nur mit Ihnen“, betonte Thomas Sippel (Planungs- und Kommunikationsbüro Sippel + Buff). Das Großprojekt, für das laut Bürgermeister Michael Obert selbst das Land empfahl, „groß zu denken“, umfasst bei vorläufigem Volumen von gut 90 Millionen Euro, einem Sanierungszeitfenster von 12 bis 15 Jahren, die Unterstützung privater Modernisierungen.

Ein Schub für das beim Handel unter einem Trading-Down-Effekt, verkehrlich unter breiten Schneisen und atmosphärisch unter wenig einladenden Plätzen leidenden Viertel soll die Kombilösung bringen. Dann, wenn in höherwertige Oberflächengestalt der künftigen Fußgängerzone investiert wird. Noch ist allgemein nichts in Stein gemeißelt, die Rede von Visionen, unterstrich Obert. Dazu zählt eine mögliche neue Stadtbibliothek auf dem Kronenplatz als Frequenzbringer. Auch das Jubez soll besser angebunden werden. Überhaupt wird vielerorts das Nutzen des häufig brach liegenden Erdgeschosses verfolgt, insgesamt der Fokus auf ein Gebiet von 30,4 Hektar nahegelegt. Das Markgräfliche Palais (BBBank) soll in Stadthand modernisiert werden, das bereitwillige KIT sich öffnen, der dort mehrteilige Verkehr im Idealfall eben und auf Tempo 30 gebracht werden. All das und viel mehr, damit „die linke Herzkammer der Stadt“ (Obert) wieder in gesundem Takt schlägt. Präsentation des Stadtplanungsamts mit Karten, Analysen und Empfehlungen auf www.karlsruhe.de/b3/bauen/sanierung/innenstadt-ost. -mab-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe