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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Oktober 2017

Kreativwirtschaft: Neuer Baustein im Alten Schlachthof

PREISTRÄGER: Bürgermeister Michael Obert (rechts) mit den siegreichen Architekten Christine und Thomas Steimle aus Stuttgart. Foto Fränkle

PREISTRÄGER: Bürgermeister Michael Obert (rechts) mit den siegreichen Architekten Christine und Thomas Steimle aus Stuttgart. Foto Fränkle

 

Architektenwettbewerb für Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum abgeschlossen

Die „weißen Flecken“ im Konversionsgelände „Alter Schlachthof“ werden immer weniger. Am Mittwoch wurden die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs der Fächer GmbH für den Neubau eines Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum abgeschlossen, das nicht nur direkt neben dem im Bau befindlichen „Wachstums- und Festigungszentrum“ entsteht, sondern auch genau den gleichen Dimensionen entspricht.

„Wenngleich die weitreichenden Vorgaben durch Bebauungsplan, Kubatur und Raumprogramm wenig Spielraum ließen, ist es den 19 teilnehmenden Architekturbüros doch gelungen, sehr unterschiedliche Lösungen aufzuzeigen“, stellte Baubürgermeister Michael Obert fest. Beim 18-köpfigen Preisgericht setzte sich letztlich der Entwurf der Steimle Architekten GmbH aus Stuttgart durch.

Die Herausforderung in einem Neubau eine Atmosphäre für gutes Arbeit zu schaffen, sei hier besonders gemeistert worden, sieht Stadtplanerin Barbara Rettenmaier von der Fächer GmbH in dem Siegerentwurf den „Geist des Kreativparks Schlachthof“ besonders gut getroffen. So seien etwa die Bögen der alten Gebäude im Umfeld der alten Gebäude “aufgenommen“ worden, die zu erhaltende Graffitiywand zum Messplatz gut integriert sowie entlang des Gebäudes Aufenthaltsbereiche fürs „Draußen arbeiten“ vorgesehen. Mit dem neuen Zentrum werde auf dem Schlachthofgelände der dritte Baustein für wachsende junge Unternehmen geschaffen. Während im benachbarten Existenzgründerzentrum „Perfekt Futur“ die Neugründungen ihren Platz haben und wenn sie aus der „Containergröße“ herausgewachsen sind im Wachstums- und Festigungszentrum Räume von bis zu 100 Quadratmetern zur Verfügung stehen, soll das Kreativwirtschaftszentrum etablierten Unternehmen und Bürogemeinschaften Flächen zwischen 250 und 600 Quadratmetern bieten.

Aktuell werden insbesondere Unternehmen aus den Bereichen Medien, Mode, Software/Games, Marketing, Film, Architektur und Design ins Auge gefasst, wobei Fächer-Geschäftsführer Klaus Lehmann rund 200 bis 250 Arbeitsplätze erwartet. Der Baubeginn für das rund sieben Millionen Euro teure Kreativwirtschaftszentrum ist für Anfang 2019, die Fertigstellung für Mitte 2020 vorgesehen. Die im Architektenwettbewerb eingereichten Entwürfe sind noch bis zum 20. Oktober im Perfekt Futur, montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, ausgestellt. -fis-

 
 

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