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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. Oktober 2017

Bevölkerung: Steter Wandel - Karlsruhe in Bewegung

Foto: Fränkle

Foto: Fränkle

 

Einwohner, Ausländer, Altersdurchschnitt: Die Stadt steht niemals still

Karlsruhe ist jung, mobil, geburtenstark - und die Bevölkerung ist seit Ende des Zweiten Weltkrieges um mehr als 70 Prozent gewachsen. Das hat das Amt für Stadtentwicklung im September schwarz auf weiß zusammengestellt.

Die Broschüre „Bevölkerung in Karlsruhe 2016“ spiegelt die Entwicklungen in der Fächerstadt im Hinblick auf Stadtteile, Familiengröße, Ausländeranteil, Wanderungsbewegungen inner- und außerhalb der Stadtgrenzen oder Durchschnittsalter wider. So ist der Karlsruher im Schnitt 41,8 Jahre alt (Vorjahr: 42) und damit im Vergleich zu anderen baden-württembergischen Großstädten relativ jung. Der Schnitt im Land lag 2015 bei 43,2 Jahren. Diese Verjüngung der Fächerstadt rührt neben einer hohen Zuwanderung von Ausländerinnen und Ausländern jungen und mittleren Alters vor allem von der hohen Zahl junger Menschen her, die zum Studium oder zur Ausbildung nach Karlsruhe kommen. Zwei Drittel der Bevölkerung sind zwischen 18 und 64 Jahre alt, jünger sind 14,4 Prozent, mehr Lebensjahre haben 18,7 Prozent hinter sich.

Mit mehr jungen Bürgern wächst auch die Einwohnerzahl: Zwar wurde der bisher höchste Wert schon Ende 2015 erreicht, als 307.263 Personen mit Hauptwohnsitz oder einzigem Wohnsitz in Karlsruhe gemeldet waren. Diese Zahl war jedoch stark beeinflusst von der hohen Zuwanderung von Asylantragstellenden und pendelte sich 2016 auf einen realistischeren Wert von 304.619 ein, als der Zuzug Geflüchteter spürbar nachließ. Auch zog es im vergangenen Jahr viele Karlsruher vom Stadtkern an den Stadtrand sowie aus der Stadt in umliegende Städte und Gemeinden, bedingt durch eine enge Situation auf dem Wohnungsmarkt. Hiervon profitierten besonders Rheinstetten, Ettlingen und Stutensee sowie die gut angebundenen Gemeinden Waldbronn, Eggenstein-Leopoldshafen und Pfinztal. Vergleichsweise gering fiel der Wegzug von Karlsruhern in die Pfalz aus. Neugierig geworden? Alle Zahlen sind online einsehbar unter statistik.karlsruhe.de, die Broschüre kann beim Amt für Stadtentwicklung angefordert werden.

Kleiner Babyboom in der Fächerstadt

Karlsruhe erlebte 2016 einen kleinen Babyboom. Mit 2.990 Lebendgeborenen erreichte die Zahl der Geburten einen Rekordwert, und stieg damit im Vergleich zu 2015 um neun Prozent. Dieser Trend ist bundesweit zu beobachten, für Karlsruhe gibt es aber drei konkrete Erklärungen: Seit 2006 ist die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter um fünf Prozent gestiegen. Zudem liegt der Schnitt bei über 1,4 Kindern pro Frau, wohingegen er in den vergangenen zehn Jahren bei 1,2 bis 1,3 verharrte Nicht zuletzt gibt es eine günstige Altersverteilung: Besonders viele Frauen befinden sich derzeit oder bald in der statistische fruchtbarsten Altersgruppe von 25 bis 35 Jahren. -bea-

 
 

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