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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. Oktober 2017

Planungsausschuss: Zwei Überwege für Durmersheimer Straße

TRAMPELPFAD: Über die Straße führen künftig Weg und Mittelinsel. Foto: Fränkle

TRAMPELPFAD: Über die Straße führen künftig Weg und Mittelinsel. Foto: Fränkle

 

Planungsausschuss sprach sich für Mittelinseln für Fußgänger und Radfahrer aus

Kann auf der Durmersheimer Straße die Querung von Fußgängern und Radfahrern zwischen Daxlanden und Heidenstückersiedlung erleichtert werden? Diese Frage beschäftigte unlängst den Bürgerverein Daxlanden im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens, und auch die CDU-Fraktion hatte per Antrag einen Überweg zwischen Rudolf-Freytag-Straße und Heidenstückerweg thematisiert.

Ja, das sei möglich, lautete nun zur Freude des Planungsausschusses letzten Freitag die Antwort der Verwaltung. Und: Es seien sogar zwei Überquerungsangebote unabhängig voneinander möglich und ohne Eingriff in den Baumbestand machbar. Sinnvoll sind nach einschlägiger Richtlinie für Stadtstraßen aufgrund der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sowie der Verkehrsbelastung Mittelinseln oder Ampeln. Das Gremium sprach sich - bei Kosten von insgesamt 60.000 Euro - für zwei Mittelinseln aus. Die eine ist südlich des Heidenstückerwegs in direkter Verlängerung des bestehenden Fußwegs vorgesehen. Die andere soll nordöstlich davon den aus Daxlanden über die B36-Brücke kommenden Fußgängern und Radfahrern auf Höhe der beiden Fachmärkte eine Querungsmöglichkeit über die Durmersheimer Straße anbieten. Die zweieinhalb Meter breiten Mittelinseln, die 2018, spätestens 2019 gebaut werden sollen, waren auch Wunsch der Bürgervereine Daxlanden und Grünwinkel.

Szenarien für CO₂-Einsparung

Ein effizient saniertes Wohnhaus spart Energie ein. Ob aber Gebäudesanierungsmaßnahmen alleine ausreichend sind, um die CO₂-Emissionen entsprechend der Klimaschutzziele der Stadt Karlsruhe bis 2050 im Vergleich zu 2007 um 90 Prozent zu senken, ist eine Fragestellung der Initiative „Karlsruher EnergieQuartiere“. Von der Stadt im Rahmen des Programms „Energetische Quartierskonzepte und Sanierungsmanager“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau im August 2016 beauftragt, hatte die KEK (Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur) in Knielingen, Wettersbach sowie Durlach-Aue diese Initiative gestartet.

In allen drei Stadtteilen hat KEK seitdem die energetische Ist-Situation der Gebäude aufgenommen und CO₂-Einsparpotentiale analysiert. Fakt sei, so KEK-Geschäftsführer Dirk Vogeley, dass in den Quartieren über 80 Prozent der CO₂-Emissionen durch Wärmeenergieerzeugung im Gebäude verursacht werden. Die Auswertung der Gebäudedaten zeige allerdings auch, dass sich das Karlsruher Klimaschutzziel allein durch übliche Sanierungsmaßnahmen nicht erreichen lässt. In seinem Zwischenbericht hatte Vogeley dem Ausschuss vorgestellt, mit welcher Methodik KEK nun in modellhafter Berechnung einzelne Stellschrauben verändere. Analysiert wird, wie sich - je nach Gebietstyp – eine Erhöhung der Sanierungsquote, der Ausbau der Photovoltaik oder auch der Wechsel von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas auf Wärmepumpe und Nahwärme mit erneuerbaren Energien auf die CO₂-Emissionen auswirken würde. Ziel sei ein „maßgeschneidertes“ Maßnahmen-Paket für die Quartiere, um die CO₂-Kurve beständig dem Klimaschutz-Ziel anzunähern. Die Umsetzung soll durch KEK als Sanierungsmanager begleitet werden.

Wettbewerb Neureut-Zentrum III

Das Räumliche Leitbild hat für den Bereich Neureut große Potenziale für neue Wohnbebauung aufgezeigt. In einem vor gut einem Jahr gestarteten Prozess mit öffentlichem Planungsworkshop und mehrfacher Rückkoppelung mit der Bürgerschaft waren daher Anforderungen für eine künftige Entwicklung formuliert worden. Dieser Prozess mündet nun in der Ausschreibung eines „konkurrierenden städtebaulichen Entwurfsverfahrens“. Ziel des städtebaulichen Realisierungswettbewerbs „Rahmenplan Neureut – Zentrum III“ ist ein zukunftsweisendes und innovatives städtebauliches Konzept, das den verschiedenen Wohnraumanforderungen mit guter Freiraum- und Versorgungsstruktur und modernem Verkehrskonzept gerecht wird.
Der Ausschreibungstext zeige, dass viele Anregungen aus dem bisherigen Prozess aufgenommen wurden, betonte Bürgermeister Michael Obert. –rie-

 
 

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