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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. November 2017

Bäderausschuss: Attraktivität weiter steigern

BALD VERGANGENHEIT: Auch der Eintritt des Fächerbads wird komplett neu gestaltet. Foto: Fränkle

BALD VERGANGENHEIT: Auch der Eintritt des Fächerbads wird komplett neu gestaltet. Foto: Fränkle

 

Bäderausschuss für Fortführung des Bäderkonzeptes

„Das Bäderkonzept ist voll aufgegangen. Karlsruhe hat eine einzigartige Bäderlandschaft für eine Stadt in dieser Größe“, stellte Bürgermeister Martin Lenz am Dienstag im Bäderausschuss fest. Jetzt gelte es, den Blick perspektivisch bis ins Jahr 2030 zu richten.

Am Erfolgsrezept „Nicht nur sanieren, sondern in die Attraktivität investieren“ soll dabei festgehalten werden, herrschte Einigkeit. Schließlich habe das 2000 gestartete Bäderkonzept mit der Ausrichtung auf zielgruppenorientierte Bäder Erfolgsgeschichte geschrieben. Mit einem jährlichen Besucherschnitt von rund 1,5 Millionen Badegästen und dem bürgerschaftlichen Engagement in Wolfartsweier, der Freundeskreise Sonnenbad und Neureut sowie der DLRG Grötzingen konnte die Wirtschaftlichkeit gesteigert werden. So liegt der operative Kostendeckungsgrad bei 66 Prozent, zuletzt mussten 5,2 Millionen Euro zugeschossen werden.

In den nächsten Jahren sollten nach der vorgelegten Investitionsliste rund 55,3 Millionen Euro in die Bäder fließen, wobei der Fokus verstärkt auf die Hallenbäder gerichtet wird. „Wir haben zunächst einmal aufgezeigt, was möglich wäre“, ging Bäderchef Oliver Sternagel auf Bedenken ein, wonach der bisher gesetzte Kostenrahmen um bis zu 25 Millionen Euro überschritten werde. „Der Blick geht in Richtung 2030. Letztlich wird aber Maßnahme für Maßnahme einzeln beschlossen“, nahm Bürgermeister Lenz die Forderungen nach Priorisierungen auf, weil nicht alles Wünschenswerte machbar sei.

Die Weiterentwicklung der Therme Vierordtbad steht auf der Liste der anstehenden Investitionen ganz oben. Auf die für rund eine Million Euro vorgenommene Neugestaltung des Innenhofs Ost folgen die Neugestaltung des „Solehofes“ sowie der Ausbau des seit Jahren leerstehenden Kopfbaus West. Mit der Aufwertung zum „5-Sterne Premium Bereich Sauna“ des Deutschen Saunabundes werde die Therme auf ein Niveau gehoben, die eine Eintrittspreiserhöhung von ein bis zwei Euro rechtfertige, erwartet Sternagel, dass sich die Investitionen von bis zu vier Millionen Euro praktisch „selbst tragen“.

Zukunftsperspektive bleibt der geplante Neubau eines Hallenbads in Neureut. Der Bäderausschuss nahm das Ergebnis der dritten Standortuntersuchung zur Kenntnis und sprach sich dafür aus, das Gelände des jetzigen Adolf-Ehrmann-Bades sowie im „Neubruch 3. Gewann“ als favorisierte Standorte weiter zu prüfen. -fis-

 
 

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