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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. November 2017

Nahverkehr: Botschafter für Mobilität und Umwelt

STAFFELÜBERGABE: Karlsruhes OB Mentrup reicht den symbolischen Stab an den Bonner Amtskollegen Ashok Sridharan, von der Stadtbahn an den „Clean Shuttle“ der Weltklimakonferenz weiter. Foto: AVG

STAFFELÜBERGABE: Karlsruhes OB Mentrup reicht den symbolischen Stab an den Bonner Amtskollegen Ashok Sridharan, von der Stadtbahn an den „Clean Shuttle“ der Weltklimakonferenz weiter. Foto: AVG

 

Sonderfahrt der AVG zur Weltklimakonferenz in Bonn / 25 Jahre Karlsruher Modell

Seit Montag und bis 17. November beraten rund 25000 Teilnehmer aus 195 Nationen auf der Weltklimakonferenz in Bonn (cop23.de), wie die vor zwei Jahren vereinbarten Ziele zur Reduktion von CO2-Emissionen und Erderwärmung erreicht werden können. Einen Tag vor Beginn der Konferenz präsentierte sich die Nahverkehrsbranche als Vorreiter einer nachhaltigen Verkehrswende – bereits heute ersparen Busse und Bahnen in Deutschland 20 Millionen Autofahrten am Tag.

Auch die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) beteiligte sich am „Deutschlandtag des Nahverkehrs“ in der ehemaligen Bundeshauptstadt. Mit der Sonderfahrt „TramTrain to Bonn“ einer Zwei-System-Stadtbahn vom Karlsruher Hauptbahnhof bis zur neuen Bonner Station UN Campus warb das kommunale Verkehrsunternehmen mit dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen für sein klimafreundliches Mobilitätsangebot. Seit 2016 fahren die AVG-Stadtbahnen nur mit Ökostrom. „Unsere Fahrgäste sind somit tagtäglich klimaneutral unterwegs“, betonte Ascan Egerer, technischer Geschäftsführer der AVG.

Rund 100 hochrangige Gäste aus Politik und Wirtschaft, darunter der Generalsekretär des ÖPNV-Weltverbands UITP, Alain Flausch, nahmen an der Fahrt (avg.info) teil. Bei Diskussionsrunden an Bord unterstrichen die Repräsentanten die Bedeutung des ÖPNV für den Klimaschutz und machten sich für Milliarden-Förderungen vom Bund stark. So auch Landesverkehrsminister Winfried Hermann: „Rund 170 Millionen Menschen nutzen jedes Jahr die Nahverkehrsangebote zwischen Wörth, Heilbronn, Bruchsal und Freudenstadt.

Das ‚Karlsruher Modell‘“, seit 25 Jahren erfolgreich in Betrieb und vielfach nachgeahmt, „hat einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass zahlreiche Pendler vom Auto auf den klimafreundlichen Zug umgestiegen sind.“ Karlsruhes OB Dr. Frank Mentrup sprach vom „Rückgrat der urbanen Mobilität“ und hob ein „Erfolgsmodell“ hervor, das „weltweit Maßstäbe gesetzt“ habe. In Bonn angekommen, erfolgte eine symbolische Staffelstabübergabe an eine Flotte von Elektro-, Wasserstoff und Brennzellenbussen. Diese befördern die Delegierten während der Konferenz. -nil-

 
 

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