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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. November 2017

MicroTunneling: Wie U-Strab-Bau im Kleinen

Mischwasserkanal entsteht per Microtunneling-Verfahren

Die Arbeiten zum Neubau des Sinnersammlers stellten kürzlich Experten des Tiefbauamts vor. Der bestehende Sinnersammler in der Durmersheimer Straße ist ein bedeutender Mischwasserkanal und leitet das Abwasser des Stadtteils Grünwinkel nach Norden Richtung Mühlburg zum Landgraben und über den Westsammler zur Kläranlage in Neureut.

Aufgrund seiner Höhenlage unterquert der bestehende Sammler südlich der Vogesenbrücke in einem Düker die Alb. Durch den Bau des neuen Abwassersammlers wird das Abwasser aus Grünwinkel und der Heidenstückersiedlung künftig dem tiefer liegenden Daxlander Sammler zugeleitet.

Als Sanierungsgrund nannte Thomas Schäfer, Sachgebietsleiter Stadtentwässerung beim Tiefbauamt, die Entlastung des bestehenden Sammelkanals mit Düker unter der Alb. Der hydraulische Engpass solle beseitigt und zusätzlicher Stauraum geschaffen werden. Der neue Kanal wird eine Länge von rund 700 Metern aufweisen und entsteht im Microtunneling-Verfahren. Dafür werden auf sieben Vortriebsstrecken Rohre aus Stahlbeton mit einer Wandstärke von 18 Zentimetern verlegt.

Die Vorarbeiten laufen bereits seit März dieses Jahres. Geplant wird seit gut drei Jahren. Bis März 2018 sollen die Arbeiten beendet sein. „Die Kosten belaufen sich auf rund 4,2 Millionen Euro. Hinzu kommen Kosten der Kampfmittelsondierung, die sehr aufwendig war“, so Schäfer, der zudem von einer anspruchsvollen Albquerung sprach. Ein Bild vom Tunnelbohrer machte sich Bürgermeister Michael Obert: „Im Prinzip ist das ein ähnliches Modell wie bei unserem U-Strabbau, nur im Kleinen“, konstatierte Obert. Während der Bohrkopf beim U-Strab-Bau einen Durchmesser von 10 Meter aufweist, sind es hier gerade einmal 1,2 Meter. -voko-

 
 

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