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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 17. November 2017

PH im Rathaus: Chemie-Ästhetik und Nachhaltigkeit

SÄURE ODER BASE? Prof. Dr. Matthias Ducci von der PH Karlsruhe machte die Bürgermeisterbank zum Chemielabor. Foto: pr/Binz

SÄURE ODER BASE? Prof. Dr. Matthias Ducci von der PH Karlsruhe machte die Bürgermeisterbank zum Chemielabor. Foto: pr/Binz

 

Bubble Tea als Getränk hat wegen seines hohen Zuckergehalts nicht das beste Image. Die kleinen Alginat-Kügelchen aber, die darin schwimmen und beim Zerbeißen so schön zerplatzen, feiern ein Comeback im Chemieunterricht. Denn sie können – wie sonst Reagenzgläser – mit Flüssigkeit gefüllt werden, um chemische Reaktionen zu demonstrieren. Da lässt sich beispielsweise unter dem Mikroskop in Echtzeit beobachten, wie grün gefärbte Kügelchen unter Zugabe von alkalischer Lösung dem blauen Heimatplaneten Erde immer ähnlicher werden, während saure Lösung bewirkt, dass viele gelbe Sonnen aufgehen. So wird aus einer schnöden Säure-Base-Reaktion ein ästhetisches Farbspiel, das die Schüler begeistert und auch noch Chemikalien spart.

Vorgestellt hat das Experiment bei der jüngsten Auflage von „PH im Rathaus“ Prof. Dr. Matthias Ducci, Leiter des Instituts für Chemie an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Denn vergangenen Donnerstag drehte sich im Bürgersaal alles um das Thema Nachhaltigkeit. MINT in einer Kultur der Nachhaltigkeit gehört zu den Bereichen, „mit denen sich die Pädagogische Hochschule stärker profilieren will“, erläuterte Rektor Klaus Peter Rippe. So präsentierten Ann-Kathrin Bauer und Heike Müller vom Institut für Alltagskultur und Gesundheit Mathematik-Aufgaben, die sie für die Leitperspektive Verbraucherbildung im Mathematik-, Informatik-, Naturwissenschafts- und Technik-Unterricht Unterricht (MINT) entwickelt haben.

Die Aufgaben machen Kinder beispielsweise auf das Thema Mogelpackungen aufmerksam und stärken so ihre Konsumkompetenzen. Wie sich Technikbegeisterung bei Schülern wecken lässt, zeigte Ralph Hansmann vom Institut für Physik und technische Bildung. Er stellte die fischertechnik AGs vor, in denen mittlerweile 600 Kinder an mehr als 30 Schulen in Karlsruhe und Umgebung individuell und kreativ technische Lösungen entwickeln können. Und einen Einblick in die Grundlagenforschung an der Pädagogischen Hochschule gaben Alexander Herrmann und Andreas Stephan. Sie hatten Kalikokrebse mit ins Rathaus gebracht, weil diese invasive Tierart Fauna und Flora am Oberrhein bedroht. -res-

 
 

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