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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. November 2017

Forst: „Geheime Symbole“ im Wald

ERKLÄRUNGEN zu den „Förster-Graffiti“ gab Forstamtsleiter Kienzler (r.) im Beisein (v.r.) von Förster Struck, BM Stapf und OV Gartner. Foto: Knopf

ERKLÄRUNGEN zu den „Förster-Graffiti“ gab Forstamtsleiter Kienzler (r.) im Beisein (v.r.) von Förster Struck, BM Stapf und OV Gartner. Foto: Knopf

 

Farbmarkierungen zeigen Forstentwicklung an

Wer des Öfteren im Wald spazieren geht, hat mit Sicherheit schon vermeintlich „geheime Farbmarkierungen“ auf Bäumen gesehen. Über deren Bedeutung klärten kürzlich Bürgermeister Klaus Stapf, Forstamtsleiter Ulrich Kienzler und Revierförster Bernd Struck im Beisein von Ortsvorsteher Alfons Gartner im Wald von Stupferich auf.

Ein grüner Punkt bedeutet etwa „Zukunftsbaum“, besonders erhaltungswürdig. Ein weißer Balken deutet eine Rückegasse an, auf deren Strecke gefällte Bäume transportiert werden. Ein blaues H steht für Habitatbaum mit hoher ökologischer Wertigkeit, weiße Wellenlinien stehen für Habitatgruppen. Ein orangefarbener Diagonalstrich deutet die Fällung an. „Unser primäres Anliegen ist ein ökologischer und nachhaltiger Wald, der erhalten und gepflegt werden muss“, betonte Stapf.

Der Forst habe verschiedene Funktionen: eine ökologische, eine ökonomische und eine soziale – als Naherholungsziel. Das Holz, das in den Karlsruher Mischwäldern geschlagen wird – pro Jahr im Schnitt zwischen 12.000 und 14.000 Kubikmeter –, findet Nutzen in der holzverarbeitenden Industrie, in Sägewerken, als Brennholz. Es gehe aber weniger um den monetären Aspekt, im Fokus stehe das Konzept der nachhaltigen Waldbewirtschaftung. „Bei uns gibt es keinen Kahlschlag. Wir gehen äußerst behutsam vor und sind weit von der Obergrenze entfernt. Wichtig sind uns vitale Wälder“, so Kienzler.

Die Symbole, mit ökologisch verträglichen Farben gesetzt, geben den Arbeitern Hinweise, wie der Forst konkret weiterentwickelt werden soll. Zwischen Oktober und Ende Februar werden Bäume unter hohen Sicherheitsvorkehrungen gefällt. Zuvor machen Forstarbeiter eine sogenannte Baumansprache, loten die Fallrichtung aus. -voko-

 
 

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