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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. November 2017

Fundraising: „Keine kalten Füße“ in sozialer Stadt

SANIERUNG SYBELCENTRUM: Nicht nur Wasser- und Stromleitungen sowie Heizung sind marode, auch sonst erfüllt der Bau Standards für zeitgemäße Kinder- und Jugendhilfe kaum noch. Foto Fränkle

SANIERUNG SYBELCENTRUM: Nicht nur Wasser- und Stromleitungen sowie Heizung sind marode, auch sonst erfüllt der Bau Standards für zeitgemäße Kinder- und Jugendhilfe kaum noch. Foto Fränkle

 

Fundraising-Kampagne zur Sanierung des Sybelcentrums will „Bleibendes schaffen“

Im Wortsinne „Keine kalten Füße“ sollen die Kinder und Jugendlichen des in die Jahre gekommenen Sybelcentrums in der Südstadt bekommen. Aber auch die Heimstiftung als Trägerin nicht, die ordentlich Geld braucht, um die auf 15 Millionen Euro geschätzten Kosten des denkmalgeschützten, 1913 errichteten und grundlegend sanierungsbedürftigen Gebäudes zu schultern.

Und „Keine kalten Füße“ heißt auch die pfiffige Fundraising-Kampagne, mit der Stadt und Heimstiftung jetzt einen Teil der Mittel - genauer gesagt drei Millionen Euro - bei Privatleuten, Firmen, Sponsoren oder als Drittmittel einwerben möchten. Dabei geht es den Akteuren bei der fünf Jahre laufenden Aktion nicht nur um Geld, sondern um ein Bekenntnis zu Karlsruhe als sozialer Vorzeigestadt.

Bürgerschaftliches Engagement habe im Kontext des früheren Kinder- und Jugendhilfezentrums eine lange Tradition, erinnerte Schirmherr OB Dr. Frank Mentrup jüngst vor den Medien an den ehemaligen Stadtrat Karl Hoffmann, der den Bau des Hauses mit einer Spende über 100000 Mark überhaupt erst ermöglichte. In der öffentlichen Wahrnehmung sei das alte „Sybelheim“ kein x-beliebiger Bau, sondern einer „mit besonderer Architektur und Anmutung“ und mit hohem Identifikationswert.

Aktuell unterstützt die Hilfeeinrichtung 170 Kinder, Jugendliche und ihre Familien in schwierigen Lebenssituationen, bietet Schutz und Unterkunft. „Wir gestalten Zukunft für junge Menschen“, brachte es die Geschäftsführerin der Heimstiftung, Martina Warth-Loos, auf einen Nenner. Begleitet und betreut böte sich ihnen damit die Chance, „ihr Leben mit Mut, Kraft und Zuversicht“ anzugehen.

„Keine kalten Füße“ zieht jedoch noch weitere Kreise. Das Pilotprojekt ist der offizielle Auftakt der städtischen Initiative „Bleibendes schaffen für kommende Generationen“, die finanzielles Engagement von Bürgerinnen und Bürgern - Nachlässe, Spenden oder Zustiftungen - fördern, Dankeskultur etablieren und Aktivitäten bündeln möchte. Immer wieder hätten sich Menschen an die Verwaltung gewandt und gefragt, wie sie ihr Vermächtnis sinnvoll zum Wohle der Stadtgemeinschaft einsetzten könnten, erklärte Stadtkämmerer Torsten Dollinger. Dies habe man aufgegriffen. Ab sofort ist auf karlsruhe.de/bleibendes-schaffen nachzulesen, welche Akzente Nachlassgeber bereits gesetzt haben. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter Telefon 133-2299 oder per E-Mail an die Adresse stk@karlsruhe.de. -maf-

 
 

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