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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. November 2017

Gemeinderat: Weitere Weichen sind gestellt

Wirtschaftsplan 2018 für Eigenbetrieb „Fußballstadion im Wildpark“ genehmigt

Gegen die Stimmen der Grünen- und der Linken-Stadträte sowie Enthaltungen von Dr. Paul Schmidt (AfD) und Stefan Schmitt (parteilos) genehmigte der Gemeinderat für den Eigenbetrieb „Fußballstadion im Wildpark“ den Wirtschaftsplan 2018 samt der Finanzplanung bis 2021.

Für 2018 sind Betriebserträge von 860.322 Euro und ein Betriebsaufwand von 2.198.700 Euro angesetzt. Der Finanzplanung liegen die vom Gemeinderat für den Stadionbau vorgegebenen Budgetgrenzen von 113,7 Millionen Euro einschließlich infrastruktureller Maßnahmen (26,8 Millionen Euro) zugrunde. Für Darlehensaufnahmen sind im Wirtschaftsplan 2018 Kreditermächtigungen von rund 37 Millionen Euro enthalten, nicht veranschlagt ist die Landesförderung von elf Millionen Euro, da die Bewilligung erst erwartet wird, wenn das Vergabeverfahren abgeschlossen ist und die Kostenberechnung des Totalunternehmers vorliegt.

„Der spekulative Anteil ist einfach zu groß, die Zweifel, das Gesamtprojekt für 113,7 Millionen Euro umsetzen zu können, sind eher gestiegen“, führte Ekkehard Hodapp als Gründe für die Ablehnung des Wirtschaftsplans durch die GRÜNE-Fraktion an. „Es geht jetzt nur darum, dass im nächsten Schritt alles weiter laufen kann“, sahen dagegen Detlef Hofmann (CDU) und der SPD-Fraktionsvorsitzende Parsa Marvi nicht den Zeitpunkt für eine Grundsatzdebatte. „Es gibt klare Beschlüsse, die mit dem Wirtschaftsplan umgesetzt werden können, wenn der Kostenrahmen eingehalten ist“, müsse auch dem KSC klar sein, betonte Marvi.

Der Gemeinderat habe alles getan, damit alles ordentlich umgesetzt werden könne, sah Thomas H. Hock (FDP) ebenfalls den KSC gefordert. Es würde keinen Sinn machen, jetzt dem Eigenbetrieb das Fundament für die Arbeit zu entziehen, stellte Lüppo Cramer (KULT) fest. Für eine geradlinige und konsequente Fortsetzung des eingeschlagenen Weges sprachen sich ebenso Friedemann Kalmbach (GfK) und Jürgen Wenzel (FW) aus.

Dazu gehört das weitere Engagement der Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (KASIG) als technische Beraterin des Eigenbetriebs „Fußballstadion im Wildpark“ im Rahmen des Geschäftsbesorgungsvertrages nach Abschluss des Totalunternehmervertrages. Dafür votierte der Gemeinderat, bei Stimmenthaltung von Stefan Schmitt (parteilos), einhellig. -fis-

 
 

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