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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. November 2017

Planungswettbewerb: Großer Bau für Kleine

PLÄDIERTEN LETZLICH für eine Lösung aus Berlin (v. l.): Obert, Langeneckert, Sick, Assem am Modell und vor dem Plan des Siegerentwurfs für die neue Knielinger Kita. Foto: Sick

PLÄDIERTEN LETZLICH für eine Lösung aus Berlin (v. l.): Obert, Langeneckert, Sick, Assem am Modell und vor dem Plan des Siegerentwurfs für die neue Knielinger Kita. Foto: Sick

 

Planwettbewerb für neue Knielinger Kita entschieden

Welche Arbeit verbindet die meisten Vorteile und hat die wenigsten Nachteile? Das war letztlich die Leitfrage des Preisgerichts, das Freitag voriger Woche rund elf Stunden um die Vorentscheidung im Planungswettbewerb zur neuen achtgruppigen Kita für das Quartier Knielingen 2.0 rang.

Nach obligatorisch europaweiter Ausschreibung 2016 waren noch 130 Bewerbungen eingegangen. Nach Vorauswahl von 20 Wettbewerbern gaben aber nur 13 fristgemäß ab – ein ungewöhnlich geringer Anteil, konstatierte die Leiterin des Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft, Anne Sick, Montag zur Bekanntgabe. Bei ganz unterschiedlichen Ansätzen und am Ende vier vergebenen Preisen wurden drei Stuttgarter Büros nur durch Heydorn Eaton Architekten aus Berlin übertroffen.

Der Karlsruher Architekt und Juror Konrad Assem erklärte, dieser Entwurf habe als einziger nicht die Kante im Westen aufgegriffen. Er transportiere Lockerheit und füge sich in die Umgebung, besonders den Nord-Süd-Grünstreifen, gut ein – „ein städtebaulicher Gewinn“.

Die Leiterin der Sozial- und Jugendbehörde, Karina Langeneckert, war „aus Nutzersicht sehr zufrieden“. Photovoltaik auf dem Dach erwirkt auch nach Sicks Erfahrung bemerkenswerten Energieüberschuss. Dem der Kinder gilt es durch Chancen zur Bewegungsvarianz zu begegnen. So überzeugten Entwürfe mit abwechslungslosem Trakt nicht als Lösung eines großen Gebäudes für Kleine.

Verbesserungsbedarf sieht die Stadt vor allem noch bei der Fassade. Rund 130 Kinder und bis zu 40 Beschäftigte können so aber in der Egon-Eiermann-Allee einen zweigeschossigen Bau mit viel Flexibilität, Lichthöfen und „Spielstraße“ sowie „Markt“ bekommen. -mab-

 
 

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