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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. November 2017

Volkstrauertag: Mit Friedensappell der Opfer gedacht

Foto: Knopf

Foto: Knopf

 

Traditionell gedachte eine Delegation aus Vertretern des Gemeinderats, der Bundeswehr, der Kirche, der Vereine und politischen Verantwortungsträgern am Volkstrauertag der Opfer von Kriegen, Terror und Gewalt. Die zentrale Veranstaltung der Stadt und des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge fand auf dem Hauptfriedhof statt. Zunächst begab sich die Gruppe zum Mahnmal der von den Nationalsozialisten ermordeten 986 Karlsruher Juden. In der Kapelle des jüdischen Friedhofs legte Erster Bürgermeister Wolfram Jäger einen Kranz nieder. Wie es andere Repräsentanten den Tag über in den Stadtteilen taten.

Bei der Gedenkfeier am Ehrenmal des Hauptfriedhofs sagte Pfarrer Martin Michel von der Stadtmission: „Für uns hat der Volkstrauertag eine wichtige Bedeutung, er ist Bestandteil unserer Kultur und ein Symbol dafür, Lehren aus unserer Geschichte gezogen zu haben. Wir erinnern an das millionenfache Leid, den der Holocaust und die beiden Weltkriege gebracht hat“.

Jäger betonte, dass nur eine Gesellschaft, die auf dem Gebot der Mitmenschlichkeit, des Rechts, des Friedens und der Freiheit basiere, dauerhaft Bestand habe. Auch heute sei es wichtig, Konflikte früh zu erkennen und einzudämmen. „Wir gedenken all jener, die Opfer wurden – Soldaten, Flüchtlinge, Vertriebene, Menschen anderer Konfession oder Nation, Menschen mit Behinderung oder Menschen, die Widerstand gegen das NS-Regime leisteten“, so Jäger, ehe die Nationalhymne gesungen wurde. -voko-

 
 

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