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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. Dezember 2017

Ausschuss für Umwelt und Gesundheit: Kampf den Keimen

Krankenhaushygiene und Beirat im Umweltausschuss Thema

Mit Krankenhaushygiene und Einrichtung eines Kleingartenbeirats befasste sich der Ausschuss für Umwelt und Gesundheit in seiner jüngsten Sitzung am 23. November unter Leitung von Bürgermeister Klaus Stapf.

Der leitende Arzt der Mikrobiologie und Krankenhaushygiene des Städtischen Klinikums, Dr. Eberhard Kniehl, informierte über die allgemeinen Hygienemaßnahmen und die Prävention der Übertragungen von multiresistenten Keimen. Dreimal jährlich tagen eine Hygienekommission sowie Arbeitskreise, die sich mit speziellen Fragestellungen beschäftigen. Einzig um die Krankenhaushygiene kümmern sich drei Krankenhaushygieniker und sechs Fachkräfte mit der Qualifikation als Hygienefachkraft. Dazu kommen in den einzelnen Abteilungen 28 beauftragte Ärzte sowie 88 Hygienebeauftragte, alle über entsprechende Weiterbildungen qualifiziert. Desinfektion und Sterilisation sind zentral organisiert.

Das Wichtigste ist aber, dass die über 4000 Mitarbeitenden die geltenden Hygienestandards beachten und umsetzen, wie etwa Händedesinfektion, Geräte- und Flächenreinigung. Hygiene im Krankenhaus sei nur dann erfolgreich, wenn sie von allen als selbstverständlicher Bestandteil des Handelns verstanden werde, so Dr. Kniehl. Die Zahl der Infektionen durch das hochinfektiöse Norovirus (Brechdurchfall) hat seit 2004 erheblich abgenommen. Ebenso fiel die Zahl der von multiresistenten Erregern (MRSA) befallenen Kranken unter fünf Prozent (Durchschnitt sind zwölf Prozent). Wichtig für die Kontrolle der Hygienemaßnahmen sind ausreichendes Personal und gute räumliche Voraussetzungen. Die Neubauten und die Altbausanierung werden dazu beitragen, die Rahmenbedingungen zu verbessern.

Die Maßnahmen in den Kliniken und vielen anderen Einrichtungen wie beispielsweise Kindergärten oder Wellnessbetrieben kontrollieren aufgrund gesetzlicher Vorgaben regelmäßig das Gesundheitsamt und das Regierungspräsidium, wie der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe, Dr. Ulrich Wagner, darstellte. Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte und Behörden arbeiten vertrauensvoll und effizient in einem gut funktionierenden Multiresistente Erreger (MRE)-Netzwerk der Stadt und des Landkreises zusammen, um institutionsübergreifend und koordinierend multiresistente Erreger im Gesundheits- und Pflegewesen zu bekämpfen und Patientinnen und Patienten zu informieren.

Zur Bildung eines Kleingartenbeirates fand ein erstes Koordinierungsgespräch unter Leitung des Umweltdezernats statt. Der am 25. April vom Gemeinderat beschlossene Beirat soll die Erarbeitung und Weiterentwicklung eines Kleingartenentwicklungsplans begleiten und zweimal jährlich tagen. Ihm werden voraussichtlich Mitglieder des Gemeinderats, des Bezirksverbands der Gartenfreunde, von Bahn- und Landwirtschaft, der Stadtverwaltung, der Bürgervereine und Naturschutzverbände sowie externe Sachverständige angehören. Über die endgültige Zusammensetzung wird der Gemeinderat vor der konstituierenden Sitzung entscheiden. -cal-

 
 

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