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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. Dezember 2017

Bürgerinfo: Es bleibt weiterhin ein Hürdenlauf

Erste Ideen für „Sport- und Freizeitpark Untere Hub“ im Durlacher Rathaus vorgestellt

„Das Thema beschäftigt ganz viele Menschen“, freute sich Durlachs Ortsvorsteherin Alexandra Ries am Dienstag über einen bis auf den letzten Platz gefüllten Bürgersaal bei einer Infoveranstaltung zum geplanten Sport- und Freizeitpark Untere Hub.

„Nach einem schwierigen und langen Weg, biegen wir langsam auf eine Art Zielgerade ein“, zeigte sich Baubürgermeister Michael Obert optimistisch, bis zum Mai 2020 einen beschlussfähigen Bebauungsplan erreichen zu können. „Was so lange währt, wird dann auch richtig gut“, kehrte Sportbürgermeister Michael Lenz die positiven Seiten eines langwierigen Entwicklungsprozesses heraus. „Für mich ist Durlach gesetzt“, biete sich Untere Hub als Standort für eine der im Stadtgebiet benötigten Dreifeld-Sporthallen an. Dennoch sei „weiter noch ein Hürdenlauf“ zurückzulegen.

Was in der Hub entstehen könnte zeigte Luca Kist vom Büro HDK Dutt&Kist auf, das mit der städtebaulich-landschaftsplanerischen Entwurfsplanung beauftragt ist. In der ersten Ideenskizze, die nach einem Treffen mit den beteiligten Vereinen unter dem Arbeitstitel „Sportcampus Durlach“ erarbeitet wurde, spielen eine verkehrsfreie Campusallee als zentrale Verteilerachse und eine städtebauliche Mitte als neuer Wohnsitz für die Vereine TC, DJK, ASV und die dort bereits ansässige Turnerschaft das Herzstück. Neben Tennis, Fußball, Leichtathletik und Hallensportarten soll ebenso Freizeitsport ohne Vereinsanbindung möglich sein. Um die 20 Hektar große Campusfläche ist ein 1700 Meter langer Rundweg angedacht, an dem Trendsportarten ausgeübt werden können. Weiter ist eine Topos-Aufschüttung mit Sicht- und Lärmschutzfunktion zur Autobahn hin vorgesehen.

Einen Großteil der geforderten 600 PKW-Stellplätze haben die Planer auf einem zentralen Parkplatz neben der bis zu 3.500 Zuschauer fassenden Multifunktionshalle vorgesehen. Die von Stadtplaner Werner Gerhardt moderierte Frage- und Antwortrunde zeigte einen breiten Meinungsfächer auf, der von Bedenken gegen die klimatischen Auswirkungen der Bebauung, über die Größe des Vorhabens bis hin zu Forderungen nach mehr Lärmschutz und konkreteren Betreiber- und Nutzungskonzepten reichte. Die verkehrliche Anbindung beschäftigte dabei die meisten der Anwesenden, wobei Einigkeit herrschte, dass die Hubstraße den anfallenden Verkehr nicht aufnehmen könne und eine Entkoppelung auch wegen der Sicherheit des Fuß- und Radverkehrs notwendig sei. Neben den bereits laufenden Verkehrsuntersuchungen werden viele der angesprochenen Aspekte zwingend im Rahmen der Bauleitplanung zu prüfen sein, machte Bürgermeister Obert deutlich. Die Intensität der Untersuchungen erkläre letztlich auch die Laufzeit der Verfahren. Wie die Planer die Anregungen des Infoabends aufgenommen und weiterverarbeitet haben wird am 21. März wiederum im Durlacher Rathaus öffentlich vorgestellt. -fis-

 
 

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