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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. Dezember 2017

Einbürgerungsfeier: Teil der Wertegemeinschaft

Willkommen in der Stadtgesellschaft: BM Klaus Stapf (re.) begrüßte unter anderem Heba Khdr, ihren Mann Ahmad Maatouki und ihre beiden Söhne im Rathaus. Foto: Knopf

Willkommen in der Stadtgesellschaft: BM Klaus Stapf (re.) begrüßte unter anderem Heba Khdr, ihren Mann Ahmad Maatouki und ihre beiden Söhne im Rathaus. Foto: Knopf

 

Bei 14. Einbürgerungsfeier begrüßte Bürgermeister Stapf 251 Menschen in Karlsruhe

Insgesamt 577 Frauen und Männer erhielten von Anfang Juni bis November 2017 die deutsche Staatsbürgerschaft in Karlsruhe. 251 von ihnen waren kürzlich zur 14. Einbürgerungsfeier in den Bürgersaal des Rathauses gekommen. In einem würdigen Rahmen wurden die Neubürger und Neubürgerinnen nun Teil der Wertegemeinschaft der Karlsruher Stadtgesellschaft.

Für das musikalische Programm sorgte das Orchester des Helmholtz-Gymnasiums mit Stücken von Mozart, Händel und Brahms und zum Finale mit der deutschen Nationalhymne. „Ich möchte sie alle heute ganz herzlich begrüßen. Es ist mir eine große Ehre und Freude zugleich, sie willkommen zu heißen“, sagte Bürgermeister Klaus Stapf in seiner Rede.

Er erinnerte daran, dass die Fächerstadt schon seit jeher ein Hort der Toleranz und der Liberalität sei. Unter anderem nannte er den Privilegienbrief des Markgrafen, der Bürger aus ganz Europa seinerzeit in die badische Residenz lockte. Gerade in Zeiten rechtspopulistischer Strömungen sei es wichtig diesen Tendenzen mit Weltoffenheit zu begegnen. „Sie alle haben schon einen großartigen Integrationsprozess vollbracht. Mit der Einbürgerung werden sie Teil einer Wertegemeinschaft, die für Rechtsstaatlichkeit, Gleichberechtigung und das Grundgesetz steht“, sagte Stapf im voll besetzten Bürgersaal.

Eine beeindruckende Rede hielt anschließend Heba Khdr, die aus Syrien stammt und stellvertretend für die Neueingebürgerten sprach. „Heute ist für uns ein ganz besonderer Tag. Wir sind Bürger und Bürgerinnen eines Landes, dessen höchste Gebote die Menschenrechte sind – egal welcher Religion oder Hautfarbe.“ Sie berichtete von ihrem nicht einfachen Ankommen in Deutschland 2010 und der Studienaufnahme am KIT als schwangere Frau. Sie habe jedoch viel Unterstützung erfahren in einem Land mit „einer anderen Sprache und anderen Regeln“. Die Doktorandin möchte Botschafterin und ein aktives Mitglied dieser Gesellschaft sein und dabei auch anderen helfen ihren Platz zu finden, sagte sie unter viel Applaus. -voko-

 
 

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