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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. Dezember 2017

Hospizwohnung: Bedarf für Modellprojekt niedriger als erwartet

Die Karlsruher Hospizwohnung in der Uhlandstraße 45 hat ihren Dienst nach eineinhalb Jahren Ende November eingestellt. „Wir gehen diesen Schritt schweren Herzens, aber auch fachlich gerechtfertigt“, erklärte Pfarrer Wolfgang Stoll, Direktor des Diakonischen Werks.

Das bundesweit einmalige Konzept bot schwer kranken oder sterbenden Menschen, die nicht mehr zu Hause betreut werden konnten, eine alternative Möglichkeit zum Pflegeheim oder einem stationären Hospiz. Insgesamt standen sechs Wohnplätze zur Verfügung. Der tatsächliche Bedarf habe sich allerdings als niedriger erwiesen, bedauerte Wolfgang Stoll. Um ein allzu großes finanzielles Defizit zu vermeiden, sei dieser Schritt leider notwendig geworden.

„Zehn Menschen haben in den vergangenen Monaten ihre letzte Lebenszeit in der Hospizwohnung verbringen können“ resümierte Christine Ettwein-Friehs, Leiterin von Hospiz Karlsruhe. Für sie sei es genau die richtige Umgebung gewesen, in der sie sich wohl fühlten und ein selbstbestimmtes, umfriedetes Leben bis zuletzt führen konnten. Ihre dankbaren Rückmeldungen und die ihrer Angehörigen hätten gezeigt, „dass wir – trotz der Hürden, die aktuell noch nicht überwunden werden konnten – auf dem richtigen Weg waren.“ Träger der Hopizwohnung waren Diakonie und Caritas, finanziert wurde das Modellprojekt unter anderem über Spenden und einen Zuschuss der Stadt Karlsruhe. -red-

 
 

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