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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. Dezember 2017

Integrationsplan: „Jeder hat ein Recht auf Teilhabe“

Workshops zur Fortschreibung des Integrationsplans rege genutzt / 2018 im Gemeinderat

Gelingende Integration braucht einen Plan – Karlsruhe hat den, seit 2012. Das vom Gemeinderat verabschiedete Papier enthält integrationspolitische Ziele und Maßnahmen, soll Zuwanderern soziale, gesellschaftliche und politische Teilhabe ermöglichen. Das Büro für Integration hat den Plan aktualisiert und Bedarf sowie Ziele als Entwurf formuliert. Kürzlich traf man sich in großer Runde mit zahlreichen Akteuren zur Fortschreibung.

Rund fünf Stunden wurden investiert, um in Arbeitsgruppen konkrete Maßnahmen ebenso wie Visionen zu formulieren. Den Auftakt machte in den Räumen der IHK Bürgermeister Martin Lenz: „Es ist großartig, mit welchem Engagement Sie für Chancengleichheit sowie ein friedliches, tolerantes Miteinander eintreten. Gemeinsam wurde schon vieles bewältigt. Es sind viele unabhängige Projekte und Netzwerke, die den Integrationsprozess fördern.“ Dazu nannte er etwa Sprachförderung in Kitas, internationales Elterncafé, schulergänzende Förderung von Flüchtlingen, überhaupt das große ehrenamtliche Engagement zur Zuwanderung. „Karlsruhe ist eine weltoffene Stadt. Heute treffen Sie auf viele offene Ohren“, bekräftigte Sozialdezernent Lenz, der explizit auch die Arbeit sowohl des Migrationsbeirats als auch des Büros für Integration lobte.

„Unser Ziel ist, Hemmnisse abzubauen und die Willkommenskultur zu stärken“, betonte die städtische Integrationsbeauftragte Meri Uhlig: „Jeder, der in Karlsruhe lebt, ist Karlsruher und hat ein Recht auf Teilhabe. Das ist die Basis des Integrationsplans.“ Bei dessen Fortschreibung gehe es um Maßnahmen, für die aktuell 170.000 Euro zur Verfügung stehen. Wichtig sei darüber hinaus, die Debatte um Integration zu versachlichen und zugleich emotional aufzufangen. „Wir brauchen ihre Visionen und Inspirationen“, unterstrich Uhlig Wunsch und Appell des Bürgermeisters, ehe es in die Arbeitsgruppen ging.

Angeboten wurden unter anderem solche zu den Themen „Sprache und Bildung“, „Interkulturelle Begegnung und religiöser Dialog“, „Gesundheit, Sport und Senioren“, „Rechtliche Integration und Wohnen“. In den Workshops wurde leidenschaftlich diskutiert, ehe man sich am Abend zum Abschluss-Statement traf. „Ich bin sehr dankbar, dass sich so viele beteiligt haben. Karlsruhe mit seiner langen liberalen Tradition ist sehr gut aufgestellt. Vieles, was heute angestoßen wurde, wird in die Fortschreibung einfließen“, konstatierte Uhlig. Mitte nächsten Jahres entscheidet der Gemeinderat. -voko-

 
 

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