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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. Dezember 2017

Ehrenamt: Jugend arbeitet für guten Zweck

PACKTEN MIT AN: Sophia und Sophie (v. l.) arbeiteten als interaktives Tandem karitativ für Mitmachen Ehrensache bei real. Foto: Fränkle

PACKTEN MIT AN: Sophia und Sophie (v. l.) arbeiteten als interaktives Tandem karitativ für Mitmachen Ehrensache bei real. Foto: Fränkle

 

„Mitmachen Ehrensache“: Der Name der landesweiten Aktion zum Tag des Ehrenamts am 5. Dezember war auch für Sophia Programm, die aktuell ein Freiwilliges Soziales Jahr im Krankenhaus absolviert. Wie rund 1000 andere Jugendliche im Stadt- und Landkreis Karlsruhe arbeitete sie vier Stunden bei einem von etwa 500 Arbeitgebern, darunter die Stadtwerke. Der Lohn geht an einen guten Zweck. Im Jugendzentrum erfuhr die 16-Jährige davon, fand das „eine gute Sache und wollte dabei sein“.

Zum Einsatz kam sie im seit Jahren beteiligten Supermarkt real im Durlach Center. Als eines von acht inklusiven Tandems auf Karlsruher Gebiet gemeinsam mit Sophie. Die besucht die Schule am Weinweg. Trotz ihrer Sehbeeinträchtigung, Förderschwerpunkt der Schule, kommt sie mit den vielen Gängen gut klar. „Ich wollte hier hin, weil ich hier oft mit meinen Eltern einkaufe.“ Molkereiprodukte, Baby- und Drogerie-Artikel, Obst, die gleichaltrigen Mädchen halfen von 9 bis 13 Uhr an vielen Stellen. „Die Jugendlichen bekommen einen Einblick ins Berufsleben“, unterstützte Filialleiterin Simone Breitschädel die Initiative und betonte, es seien immer Beschäftigte dabei. Um zu erklären, was warum wie ist oder sein soll.

Bei real waren zehn Jugendliche. Die in Stadt und Kreis einzeln oder im Verbund ab Klasse sieben Aktiven lernen jedes Jahr das Spektrum der Wirtschaft kennen. Und erwirtschaften 25-30000 Euro über den empfohlenen Stundenlohn von fünf Euro. Den zahlt auch real und rundet die Spendensumme meist auf. Karlsruhes Aktionsbüro des Landesprojekts wirkt im Stadtjugendausschuss, BeoVielfalt bereitet die Tandems vor und nach. Die Unterstützten stehen noch nicht fest. Aus dem Bauch dachte Sophia an ein Kinderheim, Sophie an „Kinder, denen es nicht so gut geht“. -mab-

 
 

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