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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. Dezember 2017

Regeko: Gewerbe hat absolut Priorität

Städtebaulicher Rahmenplan für Regeko-Projekt Grünwinkel wird entwickelt

„Gewerbeflächen sind wertvoll und teuer, deshalb wollen wir gemeinsam für das Gebiet ausdrücklich eine langfristige Perspektive als Gewerbegebiet entwickeln“ machte Heike Dederer, stellvertretende Leiterin des Stadtplanungsamts, in der vergangenen Woche bei einem Fachforum deutlich, zu dem Grundstückseigentümer und die im Gewerbequartier Grünwinkel ansässigen Unternehmen eingeladen waren.

„Gewerbeflächen schaffen, aufwerten und Ressourcen sparen“, stehe klar im Vordergrund betonte ebenso Quartiermanager Moritz Wolf vom Büro zeroemission GmbH, das im Rahmen des mit Landes- und Bundesmitteln geförderten Projekts „Ressourcenoptimiertes Gewerbeflächenmanagement durch Kooperation“ (Regeko) bereits den Masterplan erstellt hat, der zusammen mit den Wünschen und Vorstellungen der Eigentümer und Nutzer der Flächen nun zum städtebaulichen Rahmenplan weiterentwickelt werden soll. Die Grundlagen für ein damit ermöglichtes „Wechselspiel privater und öffentlicher Investitionen und Maßnahmen“, erläuterte Phlipp Krass vom Büro berchtoldkrass space&options.

Dabei steht eine höhere Ausnutzung der Grundstücke unter der Berücksichtigung von Umwelt- und Klimaaspekten im Vordergrund. Dazu ist eine Optimierung der Erschließung und Orientierung ebenso von großer Bedeutung, wie die Anbindung und Durchquerbarkeit des Gebietes für den Langsamverkehr. Ringstraßen sollen die jetzigen Stichstraßen ablösen und durchgehende Fahrradverbindungen mit Anbindung an die umliegenden Quartiere geschaffen werden. Neben dem Fahrrad- und Fußverkehr spielt nach den Vorstellungen der Planer im Verkehrskonzept der ÖPNV mit dem Westbahnhof auch als Umsteigepunkt für Carsharing und Bikes eine zentrale Rolle.

Mit der Fortführung des Kooperativen Ansatzes und des Beratungsangebots im Gebiet sollen letztlich klare Rahmenbedingungen als Grundlage für Investitionen im Gebiet geschaffen werden, hielt Krass fest. „Der Rahmenplan soll im kommenden Frühjahr in den städtischen Gremien eingebracht werden, um aus den partiell überprüften Entwicklungsmöglichkeiten heraus wiederum Bereiche im Quartier zu definieren, für die dann Teilbebauungspläne aufgestellt werden können“, gab Heike Dederer einen Ausblick auf den weiteren Ablauf. Daneben ist ein Beratungsangebot zu  Verdichtungspotenzialen durch städtische Stellen geplant.  -fis-

 
 

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