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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. Dezember 2017

SmartSchool: Bitkom und Ministerpräsident ehren Ernst-Reuter-Schule

SPUREN HINTERLASSEN mit ausgeschnittenen Sohlen sollte jeder. Auch Kretschmann, hier im Pavillon der Ideen und Konzepte. Foto: Fränkle

SPUREN HINTERLASSEN mit ausgeschnittenen Sohlen sollte jeder. Auch Kretschmann, hier im Pavillon der Ideen und Konzepte. Foto: Fränkle

 

Geschickt, patent, klug, pfiffig, tüchtig: „Boah, und für all das werden wir ausgezeichnet!“, staunte Rektor Micha Pallesche. Im Vorfeld immer wieder befragt, was der Ehrentitel „Smart School“, den die Ernst-Reuter-Schule (ERS) nun kürzlich erhielt, denn bedeute. So gab er das Adjektiv im digitalen Übersetzungsportal ein.

Wie Pallesche betonten die Ehrengäste der Gemeinschaftsschule in der Waldstadt, Ministerpräsident Winfried Kretschmann und OB Dr. Frank Mentrup: Das Digitale – die Pilotschule bindet interaktive Whiteboards und Tablets inhaltlich ein – ist nicht Zweck, sondern Mittel zum Zweck.

„Dass hier Bildung gelebt wird, spürt man einfach“, sagte der Landesvater, früher selbst Lehrer, und versicherte Skeptikern des Wandels: „Es wird nichts abgeschafft, es kommt was dazu. All das muss in sinnvoller pädagogischer Weise geschehen.“ Mentrup hob die ERS in zweierlei Hinsicht hervor: Als gebundene Ganztagsschule seit Jahrzehnten demonstriere sie Wissensvermittlung unabhängig von ethnischem und sozialem Hintergrund. In puncto Medien sei sie immer schon Vorreiterin. Einen Eindruck verschaffte sich der Ministerpräsident noch vor seiner Festrede. Er war „nicht nur beeindruckt, war berührt“. Sicher dann auch durch die Erklärvideos – und Aufführungen, die Tanz und Gesang mit Digitalem samt Greenscreen verwoben.

Die Schule fokussiert Berufsvorbereitung, motiviert die Schülerschaft besonders, auch zu Beteiligung über den Unterricht hinaus. Im früheren Hort sind jetzt die Beratungsstellen, gibt es einen Ruhe- und einen Denkraum. Lehrkollegium und Kinder treffen sich regelmäßig mit Eltern im Roten Salon. Nächstes Jahr soll ein Innovation Lab im Schulpark entstehen. Die erste Urkunde für eine baden-württembergische Schule verlieh Oliver Tuszik (Präsidium des Branchenverbands Bitkom). Im Podium unterstrich er: „Die größte Herausforderung ist Kontinuität.“ Eine Smart School zeichne sich durch digitale Infrastruktur und Inhalte sowie, „der mit Abstand schwerste Teil“, neue didaktische Konzepte aus. Die ERS, mahnte Mentrup, sei ein Kompetenzzentrum, die ganze Schullandschaft müsse aber mitgenommen werden. „Das schaffen wir als Kommune nicht allein.“ -mab-

 
 

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